Pinguin-Klasse
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Naja, wenn Finger abfallen, könntest Du sie a
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Ich find´s auch klasse und meine anfängliche
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Wochenhausaufgabe

Obwohl mehrere Kinder in der Klasse bereits ihre Wochenhausaufgabenmappe verlegt, verloren, verschusselt haben, haben sich die Wochenhausaufgaben für mich als Lehrperson sehr bewährt.
Das ist natürlich nur meine Sicht der Dinge und ich werde am Elternabend in der kommenden Woche versuchen zu klären, wie die Kinder mit der Wochenhausaufgabe zurecht kommen.

Für mich bedeutet das in erster Linie Zeitersparnis und Organisationsbündelung.
Müsste ich täglich bei allen Kindern die Hausaufgaben abstempeln, stichprobenartig korrigieren, kontrollieren, ginge sehr viel Lernzeit der Kinder verloren.

So nehme ich die Mappen am Freitag mit ins Büro, schaue sie durch, mache mir entsprechende Notizen und gebe sie am Montag oder am darauffolgenden Montag wieder aus.

ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich die Hausaufgaben nicht benötige, um mir ein Bild davon zu machen, wo ein Kind gerade steht.
Im Gegenteil: Hausaufgaben können dieses Bild in beide Richtungen verfälschen.

Ich bin der Ansicht, dass Hausaufgaben einen gänzlich falschen Stellenwert einnehmen, insbesondere in der Elternschaft
Viel wichtiger als Hausaufgaben zu machen ist es, zu lernen, wie man lernt.

Ich denke, dass das auch noch einmal explizit thematisiert werden muss. Insbesondere auch in Zusammenhang mit der OGS (unserem Offenen Ganztag).
Das Thema ist durchaus sehr problembehaftet und schon so manches Mal blickte ich neidisch nach Münster, wo ich einst eine hausaufgabenfreie Schule besuchte, deren Konzept mich sehr beeindruckt hat.

Nun ist es bei uns so wie es ist und ich habe mit den Wochenhausaufgaben einen akzeptablen Weg gefunden.
Nicht jedes Kind erhält dieselbe Wochenhausaufgabe. Allerdings bin ich aber auch weit davon entfernt, 30 differenzierte Hausaufgaben zu stellen.

Ich habe unterschiedliche Lerngruppen in der Klasse, die ähnliche oder gleiche Hausaufgaben aufbekommen.

Nun ist es natürlich noch spannend zu erfahren, wie die Hausaufgaben aus Elternsicht gesehen werden und wie praktikabel die Wochenmappen innerhalb der Familie sind.
Als Mutter kenne ich das leidvolle Thema Hausaufgaben nämlich durchaus auch aus familiärer Sicht.

Nickname 06.02.2012, 15.01

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Kommentare zu diesem Beitrag

4. von Marek

Der letzte Satz bei mir bezog sich nicht auf die Wochenhausaufgabe, sondern war ein Einwurf meiner Kollegin, die als Schulleiterin das ihren Kolleginnen und Kollegen vorgeschlagen hat.

vom 05.03.2012, 20.02
3. von Marek

"Ich bin der Ansicht, dass Hausaufgaben einen gänzlich falschen Stellenwert einnehmen, insbesondere in der Elternschaft"

Dem schließe ich mich voll und ganz an. Ich bin auch mittlerweile überzeugt davon, dass es vielen Eltern bei den Hausaufgaben gar nicht so sehr darauf ankommt, WAS das Kind tut, Hauptsache es tut irgendwas, also seine "Pflicht". Hausaufgaben haben mehr was mit Erziehung zu tun als mit Lernen selbst. Auch mit Machtspielchen - neulich erzählte mir eine gut befreundete Kollegin, wie akribisch manche Lehrerinnen und Lehrer an ihrer Schule Strichlisten für vergessene Hausaufgaben führen, die sie den Eltern dann vorhalten können. "Schauen Sie, dass ihr Kind so schwach ist, kann an MIR ja nicht liegen. Wenn es seine Hausaufgaben immer schön ordentlich gemacht hätte, dann wäre auch die Note besser..." Schade eigentlich, denn es geht so viel wertvolle Zeit drauf, wenn man sich auf diese Machtspielereien einlässt. Könnte man Hausaufgaben nicht auch mal freier gestalten? Ich bin mir sicher, dass am Ende alle mehr davon hätten.

vom 05.03.2012, 20.00
2. von Sandra

Ja, ich finde Wochenhausaufgaben auch gut. Allerdings haben wir uns an der Schule nun auch auf den Weg in Richtung 'hausaufgabenfrei' gemacht. Bedeutet, die Kinder haben statt 21 Std. in der 1.Klasse eben 24 Std. und können individuell gezielt an ihren Wochenplänen/Lernzeitplänen weiterarbeiten. Und ich bin nicht überfordert damit, jedem Kind auf seinem Lernstand entsprechend zu dem passenden Thema eine vertiefende Übungsform zu geben, die sie dann auch bitte selbstständig bearbeiten können.

Es scheint ja zu klappen und wird, so denke ich, zukünftig wohl mehr und mehr greifen. Jetzt muss man dies nur den Eltern erläutern und aufzeigen, wie wenig effektiv die 'traditionellen HA' sind :)

vom 15.02.2012, 20.45
1. von Annamaria

Liebe Susanne,
ich unterrichte in einem dritten Schuljahr und wir haben seit den Sommerferien einen Hausaufgabenplan für jeweils eine Woche.
Von den Eltern wurde dieser sehr positiv aufgenommen und die meisten sind sehr dankbar, dass sich die Hausaufgabensituation Zuhause damit etwas entzerrt.
Darum kann ich den Plan jedem nur empfehlen ;)

Liebe Grüße

vom 09.02.2012, 17.25
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