Pinguin-Klasse
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Melanie:
Hallo. sieht wirklich toll aus. Eine Frage h
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Amanda:
Ach, schade. Weder die durchleuchtenden Bilde
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Lucy kurajo:
Garnicht gut auf denn Blättern sind nur 3wö
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Mandy :
Hallo, ich würde gerne wissen wie der Ziffer
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Anna:
Tolle Idee, hab ich gleich nachgemacht. Dank
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María Diaz:
;)
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Schule:
Hallo, tolle Arbeit. Gibt es auch die Plakate
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William Lee Reed:
Ich wünschte meine damalige Klasse wäre mit
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Julia:
Hallöchen! Zufällig bin ich auf diese Seite
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Annette:
Hallo! Vielen Dank für die so schön ausfüh
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Das 29. Kind

Vor zwei Tagen wuchs die Anzahl der Kinder in unserer Klasse um ein Kind. Es fehlte nun ein Tisch. Da zwei Kinder erkrankt waren, gab es vorläufig noch kein Platzproblem, aber das war natürlich kein Dauerzustand.
Gestern also schoben wir einen weiteren Tisch in unsere Klasse und es stand sofort fest: Wir müssen Möbel verrücken.

Also stellten alle Kinder zunächst ihre Tornister in den vorderen Bereich der Klasse.



Egal wie wir schoben und rückten: Es blieb sehr eng.
Letztlich haben wir die Gruppentische allesamt in den vorderen Bereich der Klasse geschoben und eine andere Sitkreisvariante gewählt:







Ich finde es wichtig für die Kinder mitzuerleben, dass Sitzordnungen flexibel sind und kein starres Gerüst. Räume lassen sich verändern und dies wird sicher nicht die letzte Veränderung sein.
Der Bänkekreis ist um eine Bank zu eng, die Kinder sitzen recht dicht beieinander, das gefällt mir noch nicht.
Unsere Möglichkeiten sind jedoch sehr begrenzt und wir müssen einfach sehen, wie wir das Ganze noch optimieren können.
Zumindest haben wir durch den neuen Tisch nun einen freien Platz.
Sollte das 30. Kind zu uns kommen, müssten wir nicht wieder rücken......


Nickname 30.09.2011, 06.35| (7/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Individuelle Lernwege

Ich habe sehr lange überlegt, wie ich frühzeitig eine Art minimalistische Lerndokumentation mit den Kindern führen kann.
Irgendwann kam mir dann die Idee mit den Lernwegen. Zum einen haben wir nun den Buchstabenweg, einen allgemeingültigen Lernweg, zum anderen möchte ich mit jedem Kind eine erstklassgerechte Lerndokumentation über das eigene Lernen erstellen.
Als Weg hin zu späteren Lerntagebüchern.

Ich habe mich irgendwann entschieden, das in Form eines Leporellos für jedes Kind zu gestalten, bzw. besser ausgedrückt: Jedes Kind seinen eigenen Leporello gestalten zu lassen.

Dazu habe ich, um mir Arbeit zu ersparen, fertige Blanko Leporellos für die Kinder gekauft.
Sie sind aus sehr stabilem Papier und lassen sich wunderbar individuell gestalten.

Ich erklärte den Kindern den Sinn des Leporellos und sie malten heute ersteinmal ihre ganz eigenen Lernwege, die wir nun nur noch mit dem Gelernten füllen müssen:









Im ersten Schuljahr werde ich die Inhalte schreiben und die mit den Kindern besprechen und einkleben. Es wird sich zeigen, wann dieser Schritt auch mehr und mehr selbstständig von den Kindern übernommen werden kann.








Hilfreich für das heutige Malen des eigenen Lernweges war der Buchstabenweg, so dass die Kinder schon eine Vorstellung von dem hatten, was im Leporello entstehen soll.

Natürlich haben wir heute auch noch gerechnet, geschrieben und mit dem Anlautschrank gearbeitet.

Neu waren Blätter, auf denen der Anfangslaut eines Wortes farbig gekennzeichnet werden sollte.

Einige Kinder nahmen die Anlauttabellen zur Hilfe, andere lösten die Aufgaben bereits so.










Und da heute Donnerstag ist, wurde das Schätzglas entleert, 21 Autos befanden sich darin und neu befüllt, heute mit mitgebrachten Eicheln:






Ui, das ist schwierig.

Wir haben Namenskärtchen geschrieben und an die Seitentafel gehängt. Daran schreiben wir die Schätzungen und können so den Schätzkönig/die Schätzkönigin der Woche mittels eines Krönchens kennzeichnen.

Das haben wir uns heute spontan gemeinsam überlegt und die Idee, die von den Kindern kam, fand ich richtig toll.

Einige Kinder fieberten heute schon dem Klassenrat entgegen, da sie sich in das Klassenratsbuch eingetragen haben.
Morgen findet dann auch unser zweiter Klassenrat statt und ich bin sehr gespannt darauf!





Nickname 29.09.2011, 17.54| (7/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Pausengespräch

"Meine Mutter hat schonmal einen ganzen Hai gegessen!", erzählt ein Kind.

Ein anderes antwortet ungerührt: "Na und? Mein Vater ist schonmal von einem ganzen Hai gefressen worden!"

Ich: "Aber ich habe deinen Vater doch neulich noch hier bei uns gesehen!"

Kind: "Ja, das war ja auch in seinem ersten Leben!"

Nickname 29.09.2011, 15.46| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: O-Töne

Und in Mathe?

Natürlich rechnen wir auch. Bzw. wir sind auf dem besten Wege dahin. Einige Kinder haben den Ziffernschreibkurs nun fast durch, einige sind schon durch, andere sind bei den ersten Zahlen.



Es gibt gemeinsame Phasen, in denen neues Freiarbeitsmaterial eingeführt wird und es gibt Stillarbeitsphasen, in denen jeder in seinen Flex und Flo Heften arbeitet.

Alle Kinder sind auf einem guten, eigenen Weg!


Nickname 28.09.2011, 16.01| (4/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: erste Schulwoche 2011

Unser Buchstabenschrank

Unser Buchstabenweg lässt Übungen zum Phonologischen Bewusstsein weitgehendst aus. Das habe ich bewusst so gestaltet, da das genaue Heraushören von Lauten sehr schwierig ist und man sehr viel anders hören kann, als man meint.
Ich möchte diese Übungen also keineswegs schon jetzt in die Selbstständigkeit geben, sondern Schwierigkeiten mitbekommen und einschreiten können.
Aus diesem Grunde arbeiten wir täglich gemeinsam auf unterschiedliche Art und Weise an unserem Phonologischen Bewusstsein.
Der Buchstabenschrank leistet da hervorragende Dienste und die Arbeit damit macht nicht nur Spaß, sondern sie ist auch vor allen Dingen sehr anspruchsvoll.
Das liegt daran, dass die Buchstaben/Laute miniklein auf den Schubladen kleben und kein Anlautbild zur Erkennung hilft.

Jeden Tag füllen wir Neues in die kleinen Laden und weiß man einmal nicht, wie ein Laut klingt, holt man sich die Schublade und kann den Laut greifen und sprechen.
Das ist nicht ganz so abstrakt wie die bloße Anlauttabelle und für viele Kinder noch einmal eine wichtige Hilfestellung.



Heute gab es jede Menge einzufüllen und die Kinder halfen sich da gegenseitig.

Schwierig wurde es bei der Karotte. Ist das nun eine Karotte oder eine Möhre und wo sortieren wir sie ein?
Obwohl ich persönlich immer zur Möhre tendiert hätte, war die Möhre für die Kinder ganz klar dann doch eine Karotte und sie wurde in die "K" Lade gesteckt.

Die "Pakripa" kam zum "P" und den Salatkopf aus Holz erkannte erst einmal niemand.



Aber die Tomate wurde sofort identifiziert.

Das Pferd war viel zu groß und so landete die Lade samt Inhalt nun auf dem Schränkchen.



Und manchmal ist es wirklich nicht einfach, die richtige Schublade zu finden.



Schön sind auch die kleinen Geschichten, die die Kinder von zu Hause erzählen, wenn sie das ein oder andere Teil erkennen und in Händen halten.

"Salat ist Hühneressen", hat mein Papa gesagt "und wenn die Mama das noch einmal kocht, dann fängt der Papa an zu gackern."

Nickname 28.09.2011, 15.58| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: erste Schulwoche 2011

Die Sache mit den Buchstaben

Nachdem die Kinder nun erste Erfahrungen mit dem Druckschriftlehrgang machen konnten und die Freiarbeitsmaterialien schon zielgerichtet eingeführt worden sind, war es heute an der Zeit, unseren Buchstabenweg einzuführen. Dazu nutzte ich die Zeit in den Kleingruppen, da die Kinder ansonsten zu dicht gedrängt vor den Materialien und Schubladen gestanden hätten.
Ich habe mir bis gestern die Zeit gelassen zu entscheiden, welche Elemente ich im Buchstabenweg aufnehmen möchte und welche ich für diese Lerngruppe nicht benötige.
Dieser Weg lässt sich ja individuell gestalten und ich habe den Schwerpunkt ganz deutlich auf die Motorik gelegt.



In jeder Schublade stecken nun also unterschiedliche Materialien. Die Kinder beginnen mit den Schreibrichtungsblättern, die anzeigen, wie der Buchstabe günstigerweise geschrieben werden soll.
Auf diesen (laminierten) Blättern fahren die Kinder den Buchstaben mit einem Finger nach.

Ergänzend dazu gibt es die Tastbuchstaben. Überhaupt etwas ertasten zu können ist tatsächlich für viele Kinder noch eine neue Erfahrung.




Es geht weiter mit dem Spuren in unseren Sandschiebern. Obwohl mittlerweile viele Lehrer sich wieder fortbewegen vom Lernen mit allen Sinnen, halte ich das für efahrenswerte Lernmomente für die Kinder, die sich unproblematisch in den Unterricht integrieren lassen und sowohl die Sinneswahrnehmung als auch die Feinmotorik schulen.

Das Biegen von Buchstaben aus Pfeifenputzern zählt als Wahlaufgabe und muss nicht zwangsläufig bei jedem Buchstaben durchgeführt werden.
Aus diesem Grunde hängt das Foto am unteren Wegesrand.




Im Anschluss daran kann der neue Buchstabe auf die Kunststofftafel geschrieben werden. In jeder beliebigen Größe, denn da wohnt der Buchstabe, auch wenn er natürlich könnte, noch nicht unbedingt in der einengenden Lineatur.



Weiter geht es mit dem Spannen von Buchstaben auf dem Geobrett. Das dient weniger dem Schreiblehrgang als der Feinmotorik generell. Zudem werden die Kinder mit dem Geobrett als Material vertraut. Später wird es dann hauptsächlich im Mathematikunterricht zum Einsatz kommen.



Die Stempelkiste übt noch einmal eine ganz eigene Faszination auf die Kinder aus. Hier gibt es für fast alle Laute einen eigenen Bildstempel und der darf natürlich in das eigene Buchstabenheft gestempelt werden.
Und das ist schwierig. Hier geht es nämlich erstmals weniger um die Motorik als vielmehr um das Phonologische Bewusstsein.
Welcher der Stempel ist denn nun der passende zum Laut?



Es bietet sich an, direkt anschließend das Lautsuchbild einkleben zu lassen. Die Kinder kennen dies nun bereits vom "A" und wissen, was sie mit dem Bild machen müssen. In jeder Schublade liegen die entsprechenden Kopien aus.



Erst danach bearbeiten die Kinder die entsprechenden Seiten im Druckschriftlehrgang. Ich habe mich übrigens ja für den aus dem Jandorfverlag entschieden.









Am Ende unseres Weges hängt noch einmal die Anlauttabelle, denn Wörter und Sätze und Texte dürfen natürlich zu jeder Zeit geschrieben werden....

Ab nächster Woche arbeiten die Kinder also in ihrem eigenen Tempo am Buchstabenweg. Das hat mehrere Vorteile.
Durch das vorbereitete Material muss ich im laufenden Schuljahr nicht beständig nachkopieren oder immer wieder neues Material bereit stellen.
Das selbstständige, aber angeleitete Arbeiten wird trainiert. Die Kinder können aufgrund des immer gleichen Ablaufs ohne Hilfe am Buchstabenweg arbeiten. So bleibt mir viel Zeit, mich um einzelne Kinder zu kümmern, mir einen Überblick zu verschaffen und dort zu helfen, wo meine Hilfe benötigt wird.

Selbst im Falle von Unterrichtsvertretung können die Kinder problemlos weiterarbeiten.

Für die Kinder bedeutet das auch den Gewinn von Arbeitszeit und ich kann endlich damit beginnen, meinen Redeanteil zu reduzieren.

Erklärungen sind  nicht weiter nötig, da der Ablauf irgendwann bei allen Kindern gefestigt sein wird.

Durch das Aneignen im eigenen Lerntempo entsteht keine Langeweile, aber auch kein Druck. Es hinkt niemand hinterher, weil es gar kein Hinterherhinken gibt.
Durch diese Arbeitsform entspannt sich das Lernen deutlich.

Natürlich lässt sich über die ausgewählten Lernschritte unseres Weges streiten. Und sicher sind unsere Lernschritte nicht übertragbar auf eine andere Lerngruppe.
Für unsere Klasse jedoch sind es genau die richtigen Schritte und es bleibt nur abzuwägen, ab wann welche Kinder welche Schritte sinnvollerweise überspringen dürfen.


Nickname 28.09.2011, 15.45| (18/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: erste Schulwoche 2011

Das erste Donnerwetter

Heute machten wir die Bekanntschaft mit Milton, Rupert und Lydia, drei stets zerstrittenen Fröschen, die zusammen am Regenbogensee leben und der fetten, alten Kröte das Leben durch ihre Dauerstreiterei ganz schön schwer machen.....



In der großen Bänkerunde las ich die Geschichte in kurzen Etappen vor und ließ die Kinder an einigen Stellen antizipieren.
Dabei kamen wunderbare Ideen heraus und den Kindern gelang es sehr schön, sich in die Figuren der Figuren hineinzufinden.



Natürlich sprachen wir am Ende ausführlich darüber, warum die Frösche in der Geschichte zum Schluss glücklicher waren als zu Beginn und die Kinder waren einhellig der Meinung, dass man sich viel besser und wohler fühlt, wenn man sich nicht streitet....

Eine herrliche Gesprächsrunde, an der hoffentlich nicht nur die Kinder Freude hatten.

Zur Erinnerung an die Geschichte und daran, dass die Frösche ohne Streit glücklicher waren, malten anschließend alle Kinder noch die glücklichen Frösche am Regenbogensee...



Und in diese nette Stimmung hinein, meinte ein Kind seinen Tischnachbarn so fies kneifen zu müssen, dass sofort ein kleiner Bluterguss entstand und viele Tränen flossen.

Da war sie dahin, die friedliche, angenehme Stimmung. Nicht nur beim weinenden Kind, auch bei mir.

Und ähnlich wie den Fröschen im Buch, die ein Gewitter überstehen mussten, schallte nun auch ein kleines Donnerwetter durch die Klasse.

Gewitter so sagt man, haben ja durchaus klärende Wirkung. Bleibt zu hoffen, dass diese Wirkung nun länger anhält, als dies die Geschichte getan hat......

Die Bilder hängen aber nun in unserem Klassenraum und sie sind allesamt wunderschön geworden:












Wir haben den Mittwoch als Lesetag auserkoren und somit bildet unsere Woche nun ein rundes Bild:

montags: Erzählkreis & Sport
dienstags: Experiment der Woche
mittwochs: Vorlesezeit
donnerstags: Schätzglas
freitags: Klassenrat

Das ist insofern auch wichtig, als dass die Kinder mit den Wochentagen einen bestimmten Ritus verbinden und die Wochentage so auch ein "Gesicht" bekommen.
Unser Wandkalender wird entsprechend ergänzt. Die reinen Wochentage ausgeschrieben sagen den noch nicht allesamt lesenden Kindern ja nun nicht so viel.
Mit dem passenden Bild gekennzeichnet, bleibt die Woche aber für jedes Kind überschaubar.

Außerdem merke ich, dass die Strukturierung auch meiner Planung gut tut und sie mich zwingt, verschiedene Inhalte nicht einfach außer acht zu lassen.





Nickname 28.09.2011, 15.16| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: erste Schulwoche 2011

Noch in der dritten Woche

Die Unruhe und Geschäftigkeit der ersten Schultage ist einem eingependeltem Schulvormittag gewichen. Das erleichtert das gemeinsame Arbeiten, verführt aber auch dazu, manchmal zu hohe Erwartungen an die Kinder, sich selber und den eigenen Unterricht zu stellen.

Ich empfinde es dann immer als sehr hilfreich mit den Parallelkolleginnen zu sprechen, sich kurz auszutauschen und festzustellen, das, was wir erleben ist "normal".

Die Schulvormittage sind randvoll mit zahlreichen Erlebnissen und vielen unterschiedlichen Lernaugenblicken und für die Kinder bleibt nach wie vor eine Menge zu verarbeiten.

Gestern Abend habe ich darüber nachgedacht, was geschieht, wenn das Klassenratsbuch in Vergessenheit gerät oder in dieser Form nicht angenommen wird?
Heute dann trugen sich zwei Kinder nach der Pause ganz selbstständig in das Buch ein und das sind solche Momente, in denen ich ganz glücklich bin und denke, ja, wir sind auf dem richtigen Weg.

Das zeigte sich auch beim Experiment der Woche.
Heute mal jeweils in der kleinen Gruppe und im Kreis durchgeführt.









Die Vermutungen vor dem Versuch beliefen sich auf zwei Möglichkeiten:

"Der Bierdeckel fällt ab!" sowie
"Das Wasser klebt den Deckel fest!"

Wir erlebten übrigens beides und die Kinder fanden viele sprachliche Ausdrucksmöglichkeiten zu beschreiben, was warum und wie passiert.



Ein Kind fasste es dann so zusammen:

"Die Luft hier im Raum drückt gegen den Deckel und drückt den Deckel an das Wasser!"
und ein anderes Kind ergänzte:

"Und das ist wie so eine Saugglocke!"

Wir üben die Abläufe, wir üben das Vermuten, das Ausprobieren und das genaue Beobachten. Und anschließend gibt es dann eben auch eine Art "Versuchsprotokoll", heute wieder in Form von Fotos, die in die richtige Reihenfolge geklebt werden mussten.










Hin und wieder wurden nicht die Fotos, sondern die Texte ausgeschnitten, aber letztlich fand sich später doch alles im eigenen Tagebuch wieder und wie heißt es doch so schön:

Viele Wege führen nach Rom!

Die erste (und vierte) Schulstunde verging so wie im  Fluge und als die ganze Gruppe da war, wir uns begrüßt und gemeinsam ein wenig gesungen hatten, stand noch einmal kurz der "Herbst" im Raum.

Unser Jahreszeitentisch durfte weiter dekoriert werden. Ich hielt mich komplett heraus und beobachtete folgendes:

Während einige Mädchen es nicht müde wurden, die Gegenstände hierhin und dorthin zu rücken, immer wieder überprüfend, wo welches Wesen und welche Kastanie am besten zur Geltung käme, verfolgten die Jungen eher eine pragmatischere Methode, nahmen die mitgebrachten und mit Naturmaterialen gefüllten Tüten und schütteten sie schlicht über den Jahreszeitentisch aus.

Die Empörung der  Mädchen war dementsprechend groß und die Jungen wurden von den Mädchen des Tisches verwiesen.
Was den Jungen aber nicht viel ausmachte, denn sie hatten ja ihren Auftrag erfüllt, Kastanien gesammelt und den Jahreszeitentisch damit ergänzend dekoriert.



Es waren aber letztlich alle Kinder mit dem Ergebnis zufrieden und wir begannen, an einem der Whiteboards erste Kalenderschritte zu wagen.
Heute nur in Form von Jahreszeitenbildern und passenden Schriftzügen, die von zwei Kindern schon laut vorgelesen werden konnten.



Nach und nach wird hier ein Kalender entstehen, der uns täglich begleiten wird.

Das Thema Herbst bot auch Anlass darüber zu sprechen, wie dunkel es noch morgens sein kann, wenn man früh zur Schule muss.
Da kamen die ADAC Western für die Erstklässler gerade recht. Wie jedes Jahr, so konnten wir auch in diesem Jahr unser Erstklässler mit den kostenlosen Westen ausstatten.
Natürlich wurde eine schon einmal anprobiert:





So wird sicher niemand im Dunkeln übersehen!

Nach einer kurzen Mathezeit, in der die Kinder an unterschiedlichen Aufgabenstellungen arbeiteten, kam erstmalig der Druckschriftlehrgang zum Einsatz.



Wir hatten das A und a ja schon verschiedentlich geschrieben, so dass es nun schon (fast) in die Linien passte:






Da die Kinder demnächst ja in ihrem eigenen Tempo in dem Heft und auf unserer Buchstabenstraße arbeiten werden, mussten neue Übungsformen, die in dem Heft vorkommen eingeführt werden.
Für die Kinder kein Problem.

Wir nutzten die Gelegenheit und erstmalig kam nun auch unser Zeitwächter und unser Timer zum Einsatz.




Nach 15 minütiger, konzentrierter und vor allem sehr sehr leiser Arbeit wurde der Tisch ohne weiteren Hinweis aufgeräumt und der Zeitwächter musste  nur sehr wenige Kinder an die abgelaufene Zeit erinnern.
Wieder ein Schritt in Richtung mehr Selbstständigkeit.

In dieser Woche findet letztmalig der Unterricht nach unserem Ampelmodell statt. Ab der kommenden Woche kommen also die anderen Unterrichtsfächer wie Religion und Sport hinzu und es ist nicht immer nach der dritten oder vierten Stunde Schluss. Das wird sicher  noch einmal eine Umgewöhnung.

Aber am langen Wochenende können wir uns ja gezielt ausruhen und auf die nächste Woche vorbereiten.




Nickname 27.09.2011, 15.29| (6/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Buchstabenschrank und Jahreszeitentisch

Langsam entwickeln sich Wochentagsstrukturen. Montags erzählen wir vom Wochenende, dienstags gibt es das Experiment der Woche. Donnerstag ist Schätzglastag und Freitag halten wir den Klassenrat.
Rhythmisierung schafft Strukturen und Strukturen schaffen Sicherheit.
Was jedoch nicht bedeutet, dass Strukturen unveränderlich bestehen müssen. So haben wir ja am letzten Dienstag erlebt, dass aktuelle Geschehnisse keinen Raum mehr für das Experiment der Woche ließen.
In der Regel jedoch, werden wir versuchen, unsere Strukturen beizubehalten und zu ergänzen.

Nach der Erzählrunde vom Wochenende, in der natürlich auch noch einmal der Sponsorenlauf vom Samstag zur Sprache kam, begannen wir heute mit der Einführung des Buchstaben des Tages.



Wir sprachen das "A" und hörten die unterschiedlichen Klänge im Wort "Ameise" und "Affe" heraus.
Darüber kamen wir zu der Frage, wie sich das große und das kleine A am besten schreiben lassen.
Große Plakate veranschaulichten die Schreibrichtung und wir schrieben den Buchstaben erst in die Luft, auf die Tische und später auf die Kunststofftafeln.



Nach diesen Schreibübungen holten wir den großen Buchstabenschrank zu uns in den Kreis.



Viele kleine Schubladen laden dazu ein, gefüllt zu werden. Die Kinder fanden sehr schnell heraus, dass nur bestimmte Dinge in bestimmte Laden dürfen.



Nachdem wir geklärt hatten, was dies für eine Knolle ist, wanderten die Radieschen in die "R" Schublade.

Bei den Zitronen wurde es schwieriger. Gehören sie in die "C" Lade oder doch eher zum "Z"?



Wir hörten noch einmal genau hin und verglichen mit anderen Wörtern, aber herauszuhören war es fast wirklich nicht.

Dennoch landeten die Zitronen beim "Z".

Auch für die "A" Schublade fand sich etwas: ein Ast.
Wobei der sollte eigentlich zum "Sch", denn es war irgendwie ein kleiner "SCHtock". Ach, das ist aber auch wirklich nicht so einfach mit den ganzen Lauten....

Ein Anspitzer wurde noch in die "A" Lade gelegt, leihweise, denn eigentlich gehört er ja in das Etui eines Kindes.

Tag um Tag sollen sich nun die einzelnen Schubladen füllen, so dass der Buchstabenschrank fest in den Unterricht etabliert wird.
Das Heraushören der Laute, das phonologische Bewusstsein, nimmt einen großen Raum ein in unserer Klasse und der Schrank eignet sich hervorragend, um auf nette und ansprechende Weise Laute zu entdecken, zu sprechen, zu hören und zuzuorden.

Nun war aber wieder aber Stillarbeitsphase an der Reihe. Da ich noch in dieser Woche die Buchstabenstraße einführen möchte, müssen die Kinder vorab mit den einzelnen Elementen vertraut gemacht werden.

Heute waren dies u.a. auch die Lautsuchbilder, die in die Buchstabenhefte der Kinder geklebt werden sollen.





Ja, ein Buchstabenheft führen wir jetzt auch noch.
Ganz schön viele Hefte, aber noch haben alle den Überblick und wissen genau. welches Heft wann gemeint ist.



Auf dem "A" Blatt fanden sich viele unterschiedliche "A" Wörter, auch neue und unbekannte, so zum Beispiel "Anorak" und natürlich das schwierige Wort "Amulett".

Morgen werden dann weitere Elemente der Buchstabenstraße eingeführt, so dass der selbstständigen Arbeit bald nichts mehr im Wege steht.

Aber natürlich haben wir uns heute auch um die Mathematik gekümmert. Jedes Kind zeigte mir seinen rechten Arm und ich konnte ein rotes Armband darum binden.  Und nachdem nun allen klar war, wo rechts ist, konnte auch die entsprechende Seite in der Eingangsdiagnostik von Felx und Flo wunderbar bearbeitet werden.
Die weiteren Seiten erschlossen sich die Kinder weitgehendst selbstständig.





Und zum Schluss blieb uns auch noch Zeit, um langsam aber sicher in das Thema "Herbst" einzusteigen.

Hier kam erstmalig der Jahreszeitentisch zum Einsatz. Wir sprachen über Herbstfarben und fanden in einer ollen Pappschachtel ganz zauberhafte Wesen. Einige passten zum Herbst, andere eher nicht....



So dekorierten die Kinder den Jahreszeitentisch, der aber längst noch nicht fertig ist....

Ich bin gespannt, wie viele Kinder morgen daran denken, Kastanien, Blätter, Eicheln und andere Herbstboten mitzubringen, um den Tisch weiter zu verschönern.

Nickname 26.09.2011, 15.46| (23/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Übernachtung im Heu

Mittlerweile habe ich herausgehört, dass viele Eltern unserer Klasse hier regelmäßig mitlesen (worüber ich mich übrigens sehr freue!) und so lag es nahe, die Rubrik "Liebe Eltern!" zu erstellen.

Ich möchte heute den Preens Hoff vorstellen. Am Elternabend erwähnte ich ja, dass ich sehr gerne am Ende des Schuljahres mit den Kindern und interessierten Eltern im Heu übernachten würde.

Der Hof, den ich schon viele Male besucht habe und von dem bislang alle Eltern und Kinder, die mit mir dort waren begeistert waren ist der Preens Hoff in Raesfeld-Erle.



Auf der Homepage können Sie sich schon einmal ein Bild von der Lage und dem Hof machen.
Da man in der Regel sehr früh buchen muss, um noch einen freien Termin zu ergattern, werde ich in der kommenden Woche eine schriftliche Abfrage an Sie reichen, um so einen Überblick über das Interesse zu erhalten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn es klappen würde!

Nickname 25.09.2011, 08.41| (1/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Liebe Eltern!

Der erste Klassenrat

Mit der Einrichtung eines Klassenrates verbinde ich u.a. die folgenden Intentionen:


* Erziehung zur Demokratiefähigkeit

* Förderung des Klassenklimas

* Identifikation mit der eigenen Klasse und der Schule

* Stärkung des Einzelnen

* Vermittlung von Kernkompetenzen


Sehr schön beschrieben ist dies in dem Buch "Praxisbuch Klassenrat", das, obwohl es eher für ältere Schüler angelegt ist, sehr gute Ideen und Impulse bietet.

Mir war wichtig, den Klassenrat als festes Element sehr früh in unseren Klassenalltag zu integrieren. In Klasse 1 natürlich heruntergebrochen auf die derzeitigen Fähigkeiten und Kenntnisse der Kinder.

Gelesen hatte ich davon auch im eher theorielastigem Buch "Unterrichten im ersten Schuljahr".
Bislang hatte ich den Klassenrat immer erst in Jahrgang drei eingeführt, aber eine Einführung in Klasse 1 halte ich für sehr sinnvoll. So wachsen die Kinder in die Aufgaben hinein und Jahr für Jahr kann der Klassenrat erweitert und umstrukturiert werden.

Gestern haben wir zunächst darüber gesprochen, was der Klassenrat ist und wie wir ihn praktizieren werden.
Zeitlich ist der Klassenrat auf eine Stunde am Freitag begrenzt. In dieser Stunde treffen wir uns im Sitzkreis und der Stuhlkreispräsident leitet in Klasse 1 die Klassenratsitzung.
Gestern allerdings, zur Einführung, übernahm ich die Leitung.

Vorgestellt habe ich das Klassenratsbuch:



Es liegt an einem festgelegten und leicht zugänglichen Ort in unserem Klassenraum. Kinder, die ein Problem haben, die Streit mit anderen hatten, sich geärgert fühlten oder ein anderes Problem besprechen möchten, tragen im Laufe der Woche voerst ihren Namn in das Buch an.
Vorerst deshalb, weil mit fortschreitendem Schriftspracherwerb auch mehr in das Buch geschrieben werden kann als lediglich der Name.

In der Klassenratstunde am Freitag erhalten die Kinder, die sich in das Buch eingetragen haben Redezeit.
Sie tragen ihr Problem vor und gemeinsam suchen wir nach einer Lösung.


Unsere derzeitigen Regeln für den Klassenrat lauten:



1. Wir treffen uns im Sitzkreis.

2. Es redet immer nur ein Kind.

3. Der Stuhlkreispräsident leitet die Sitzung.

4. Kinder, die sich in das Buch eingetragen haben erhalten Redezeit.

5. Wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.


Zudem tauschen wir am Ende der Klassenratsitzung auch noch die Dienste.

Mit zunehmenden Schuljahren werden die Sitzungen entsprechend komplexer und die Abläufe ändern sich entsprechend.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass nicht jedes Problem bis Freitag warten kann und die Kinder lernen müssen da zu differenzieren:

Ist es ein Problem, das sofort und auf der Stelle gelöst werden muss oder kann ich bis Freitag, bis zu einer generellen Lösung warten?

Das muss sich erst einspielen und je eher man damit beginnt, desto eher wird der Klassenrat zu einem routiniertem Instrument der Problemlösung.
In der gestrigen Sitzung wurden bereits mehrere Probleme angesprochen und gemeinsame Lösungswege entwickelt.

Ich weiß aus Erfahrung, dass man sich als Lehrer häufig selber unter Zeitdruck setzt und meint, man habe keine Zeit "für so etwas".
"So etwas" ist jedoch meiner Meinung nach enorm wichtig und es zahlt sich für jedes Kind und für die Klassengemeinschaft aus, wenn man sich die Zeit nimmt und vor allem in aller Ruhe, nach einer festgelegten, aber modifizierbaren Struktur Probleme gemeinsam zu klären und zu lösen versucht.

Mal schauen, wie es mit dem Klassenratsbuch funktioniert in der nächsten Woche!





Nickname 24.09.2011, 17.56| (2/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

1, 2 Papagei

Da in einigen Kommentaren und Emails danach gefragt worden ist, möchte ich an dieser Stelle auf eine sehr empfehlenswerte Mappe aus dem Schubiverlag hinweisen:



Aus dieser Mappe habe ich die Vorlagen für unsere Zahlenhefte, aber das Heft bietet weitaus mehr.
Kopiervorlagen für folgende Förderbereiche befinden sich hier übersichtlich zusammengestelt:

* Figur Grundwahrnehmung
* Systematische Gesamterfassung
* Analysieren
* Strukturieren
* Differenzieren
* Ziffern und Zahlen

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade lassen eine weitere Differenzierung zu.

Ich finde die Mappe von Alexandra Fink sehr empfehlenswert.

"1,2 Papagei" aus dem Schubiverlag.

Nickname 24.09.2011, 17.33| (9/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: Buchtipps Lehrer

Stationslauf und Klassenrat

Ganz viel Neues an einem Tag.

Zunächst hat heute jedes Kind die schon lange bereitstehenden Kunststofftafeln bekommen:




Also lernten wir einen Griffel kennen, die Lineatur auf der einen, die Rechenkästchen auf der anderen Seite und alle Kinder probierten munter drauflos.




Schreiben, malen und wieder wegwischen. "Das ist eine echte Zaubertafel!", stellte ein Kind fest.




Gerechnet wurde auch schon gleich:





Wir werden diese Tafeln für Schwungübungen, Buchstaben- und Ziffernschreibkurs, Abschreibtexte und Zwischenrechnungen nutzen und so eine Menge Papier und Kopierkosten sparen.

Es ist auch noch einmal ein ganz anderes Gefühl, mit einem Griffel auf einer Tafel zu schreiben.

Die zweite Neuigkeit war ein Stationslauf mit acht Stationen. Bekanntes und unbekanntes Material wurde an acht Stationen aufgebaut. Nach einer kurzen Information zu allen Stationen begannen die Kinder in Kleingruppen an den Stationen zu arbeiten.




Bekanntes Freiarbeitsmaterial zur Schulung der Feinmotorik lag ebenso aus wie ganz neues Materialien.


















Auf ein akustisches Signal hin wechselten die Kinder die Stationen. Das befürchtete Chaos blieb aus und die Kinder arbeiteten konzentriert, einzeln, mit einem Partner oder im gesamten Gruppenteam.



Es gab eine Tamgramstation und an einer Station wurde eine Schattenstadt gebaut. Die Biegeplüschkartei kam zum Einsatz, aber auch Montessorimaterial, wie hier:



Wir haben heute noch ohne Stationspass gearbeitet und auch der Zeitwächter kam noch nicht zum Einsatz.
Jetzt, nachdem ein Stationslauf bekannt ist, können nach und nach die Erweiterungen eingeführt werden.



Alles in allem hat das Arbeiten so weitaus besser funktioniert, als das ermüdende Arbeiten am Tisch.

Zum Abschluss blieb noch Zeit, um in der Leseecke zu stöbern:






Jeden Freitag werden wir ab sofort, also seit heute, eine Klassenratstunde abhalten. Heute haben wir die Regeln vereinbart und festgehalten und festgelegt, was uns wichtig ist.
Da das sehr umfassend war, werde ich dem einen eigenen Eintrag widmen.

Insgesamt war es ein sehr arbeitsintensiver Freitag und ich habe mich riesig gefreut, dass das Arbeiten in der Klasse schon nach so kurzer Zeit so gut funktioniert.


Nickname 23.09.2011, 17.01| (17/6) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Das Schätzglas und mehr

Die Kinder sind schon Profis.
Vieles, was in der ersten Woche noch mühsam und ungewohnt, langwierig und schwierig war, meistern alle Kinder mittlerweile souverän und mühelos.
Das Aufstellen und das Verstauen der Jacken ebenso wie das gemeinsame Frühstück in der Pause, die Dienste und das Ein- und Auspacken des Tornisters.

Es wird zunehmend ruhiger in der Klasse, da die meisten Kinder aufzeigen und warten bis sie aufgerufen werden.
Hin und wieder kann nochmal der ein oder andere nicht an sioch halten und ruft etwas in die Klasse, aber alles in allem arbeiten die Kinder, als gingen sie schon lange zur Schule.

Die Meldekette funktoniert schon reibungslos und auch das in den Bänkekreiskommen klappt in der Regel.
Optimal ist es noch nicht, das liegt aber weniger an den Kindern als vielmehr daran, dass es recht eng im Klassenraum ist.

Nach und nach machen wir uns mit all den Freiarbeitsmaterialien vertraut und die Kinder lernen zunehmend selbstständiger zu agieren.

Heute haben einige Kinder in ihren Zahlenheften weitergearbeitet, dazu liegen (hängen) mehrere Ausschneidebögen bereit, aber man kann zu den Ziffern auch malen oder basteln.
Beliebt war heute die Ausschneidevariante, wobei die Kinder zu ganz unterschiedlichen Blättern griffen.









Außerdem lösten wir heute unser erstes Schätzglas auf. Die ganze Woche über stand es in unserer Klasse und wurde auch immer wieder ausgiebigst betrachtet.

Heute nun wurden die Tischtennisbälle gezählt und es waren genau 12.
Da durften wir einige Schätzkönige küren.



Natürlich wurde das Glas heute auch wieder neu gefüllt. Diesmal gestaltete sich das Schätzen jedoch weitaus schwieriger:






Das Glas wurde wieder vorsichtig herumgereicht und jeder durfte  den Inhalt genau anschauen.
Die Schätzungen lagen zwischen 23 und eine Millionhundert. Was uns direkt zu einem Gespräch über Zahlen führte....







Mir fehlt noch die zündende Idee zur Visualisierung in der Klasse. Einige vage Ideen habe icb bereits, aber ich muss mir am Wochenende da noch einmal genauere Gedanken machen.

Spannend bleibt es allemal und die Kinder waren ganz erstaunt, dass "das ja auch was mit Rechnen zu tun hat!"

Nebenbei haben wir heute noch das Anne Kaffeekanne Lied geübt, mit der Anlauttabelle gearbeitet und uns noch einmal mit den Schulregeln beschäftigt.
Ein schöner Anknüpfungspunkt wäre an dieser Stelle der Klassenrat und wenn es sich morgen anbietet, dann werde ich die Gelegenheit nutzen und ihn einführen.

Kaum zu glauben, dass die ersten zwei Wochen nun schon fast herum sind!

Nickname 22.09.2011, 18.37| (21/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Der magische Strohhalm

Heute nach der Hofpause stand ein Kind tränenüberströmt vor mir und hielt mir in seiner zitternden Hand einen kurzen, verknickten Strohhalm entgegen.
Vor lauter Schluchzen verstand ich zunächst nicht sehr viel. Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass offensichtlich keine Verletzung vorlag, versuchte ich, die Geschichte zu verstehen, aber es gelang mir nur herauszuhören, dass irgendwer den letzten magischen Strohhalm verknickt hatte.

Da das Kind untröstlich war, musste ich mir schnell etwas einfallen lassen und so erzählte ich also eine Geschichte über die magischen Steine in unserer Klasse und das Kind durfte sich als Ersatz für den magischen, aber ja nun leider verknickten Strohhalm einen kleinen magischen Schmunzelstein aussuchen......

Es ließ sich auch damit nur schwer beruhigen, aber irgendwann verschwanden der Stein und der magische Strohhalm dann doch in der Hosentasche.

Später, als ich mit einer Kollegin über den Vorfall sprach und natürlich von meiner unglaublich tollen Idee berichtete, dem Kind einen Schmunzelstein als Ersatz zu schenken, wurden mir dann aber die Augen geöffnet.

Magische Strohhalme sind ganz offensichtlich also eine Erfindung der Werbeindustrie und selten zu finden.
Mit meinem Steinersatz lag ich da wohl mal gänzlich daneben. Kein Wunder, dass das Kind sich damit nur schwer trösten ließ.

Und daraus trinken lässt sich auch eher schlecht.

Dafür habe ich wieder etwas gelernt. Wenn man nicht immer up to date ist, versteht man tatsächlich so manches ganz anders, als ursprünglich gemeint......

Nickname 22.09.2011, 18.11| (2/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Im Gleichschritt Marsch?

Auch heute zeigte sich wieder ganz deutlich, dass ein Voranschreiten im Gleichschritt keinem Kind gerecht werden würde.
Während es Kinder gibt, die bereits sehr gut lesen können, haben andere noch erhebliche Schwierigkeiten einzelne Laute zu hören und zu sprechen.

Es ist hilfreich, für jedes Kind Material im Raum zu haben, so dass niemals Langeweile aufkommt oder Leerlauf entsteht.
Wann immer es geht, versuche ich wenige Minuten für einzelne Kinder abzuzweigen.
Dazu müssen alle anderen Kinder der Gruppe an einer interessanten Arbeit "sitzen" und dürfen sich nicht langweilen.

Heute konnte mir so ein Kind ein komplettes Zaubermini vorlesen:




Und später darin arbeiten.



Dieses Kind wird nicht gemeinsam mit den anderen unseren Buchstabenweg durchlaufen, das wäre gänzlich unnütz, so dass ich mir hier Alternativen überlegen werde.

Gemeinsam gelernt haben wir heute aber das Lied von Anne Kaffekanne. Auf Wunsch der Kinder waren wir zwischendurch auch wieder mit dem Elefanten in der Disco, ein Lied, das wirklich allen ausgesprochen gut gefällt und kein Tag vergeht, an dem nicht danach gefragt wird.

Außerdem haben wir heute angefangen individuelle Zahlenhefte anzulegen.










Die Seiten haben wir zunächst alle mit denselben Ziffern gekennzeichnet. Ausgestaltet wird das Heft dann aber individuell.

Und da diese Arbeit zu unterschiedlichen Zeiten fertig wurde, kamen Freiarbeitsmaterialien zum Einsatz.






Mit der Zahlentreppe fiel das Rechnen im Zahlenraum bis 20 schon sehr leicht. Andere Kinder wollten lieber im Schneckenheft weiterarbeiten:






Und manchmal ist es einfacher, den Platz zu verlassen und sich einen anderen Ort zum Arbeiten zu suchen:



Der Konzentration ist das eher dienlich, auch wenn es für manches Erwachsenenauge seltsam anmuten mag.

Die Feinmotorik wird wunderbar mit dem Kugelmaterial geschult:





Angenehmer als Knete und die Holzformen lassen sich immer wieder in neue Gestalten, Tiere und Gebäude oder Formen verwandeln. Heute entstand ein Zoo.
Dabei ist es nicht so einfach, die stramm auf Gummibändern gefädelten Kugeln zu Formen zusammenzustellen.

Andere Kinder nahmen sich die geometrischen Formen:



Und diverse Holzklötze laden zum Nachbauen und zu eigenen Bauten ein:



Was so ein bisschen wie Spielen anmutet ist konzentrierte Arbeit und wichtig, um den Vormittag in unterschiedliche Phasen zu untergliedern.
Mehrere Stunden hintereinander auf dem Stuhl sitzen und am Tisch zu arbeiten ist eher kontraproduktiv.

Aber auch diese Phasen gibt es natürlich bei uns.
Heute klebten wir noch die Schulregeln in unsere Tagebücher, nicht, ohne die Regeln vorher ausführlich besprochen zu haben.

Die Postmappe zu leeren und zu füllen geht nun schon recht schnell und man merkt, dass die Kinder sich mit jedem Tag mehr einleben und selbstsicherer werden.
Viele Kinder haben ihre erste Scheu verloren und trauen sich nun schon viel offener vor und mit der Klasse zu reden.
Mit jedem Tag werden die Kinder routinierter im Umgang mit den Materialien und Schulsachen und wir sind auf dem besten Wege, zu einer Klassengemeinschaft zusammenzuwachsen.

Der Vormittag vergeht immer noch wie im Fluge und es macht großen Spaß, die ersten schulischen Schritte der "Pinguine" zu begleiten!




Nickname 21.09.2011, 15.59| (18/5) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Prügeleien

Der heutige Tag stand unter keinem guten Stern und war geprägt von zahlreichen doch recht brutalen Prügeleien einiger Kinder unserer Klasse.
So kam es, dass wir nach der Pause einen Sitzkreis machten und lange Zeit darüber sprachen, wie wir uns in der Schule und in unserer Klasse verhalten möchten, was wir von anderen erwarten und was andere von uns erwarten.
Das war ein schwieriges Gespräch und es flossen auch einige Tränen. Niemand war Schuld. Schuld waren immer nur die anderen und nur ganz langsam näherten wir uns einer Einigung.

Die Konfliktsituation war für die Klasse sehr belastend, so belastend, dass wir sie zunächst klären mussten, um uns später wieder anderen Inhalten zuwenden zu können.

Leider hatten wir nun in der Tat keine Zeit mehr für das Experiment der Woche. Da die Klärung von Störungen aber Vorrang hatte, experimentieren wir dann eben erst wieder am kommenden Dienstag.

Da ich unseren Rhythmus gerne beibehalten möchte und bestimmte Tage mit bestimmten Inhalten füllen möchte, werden wir nicht einfach morgen experimentieren, sondern uns bis nächste Woche gedulden.

Neben den Prügeleien haben wir uns heute aber dennoch natürlich auch mit anderen Dingen beschäftigt.

Unsere Jacken stecken nun auch endlich in den längst bereit liegenden Läusesäcken.



Es war gar nicht so einfach, die widerspenstigen, dicken Jacken in die Säcke zu bekommen und auch das Zuziehen des Sackes gestaltete sich zu Beginn mühsam und schwierig.
Da wir im vergangenen Schuljahr sehr gute Erfahrungen mit den Säcken machen konnten, möchten wir auch in diesem Jahr nicht darauf verzichten.
Aber umständlich ist es, das  muss man sagen, insbesondere in den ersten Schulwochen. Ich bin mir sicher, dass sich das Pozedere auch bei den Erstklässlern bald einspielen wird.

Heute jedoch verging eine ganze Schulstunde mit dem Einfüllen, Zuziehen, Aufhängen und wieder Herausholen der Jacken.

Ganz konzentriert arbeiteten wir vorher jedoch in unseren Matheheften. Die Kinder arbeiten mittlerweile an unterschiedlichen Seiten in ihrem eigenen Tempo.
Ich lege Wert darauf, insbesondere beim Ziffernschreiblehrgang auf die korrekte Schreibrichtung zu achten.

Hier müssen die Kinder mich dazu holen, sobald sie eine neue Seite beginnen.












Die Unterschiede im Arbeitstempo, in Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer und auch im feinmotorischen Bereich sind immens, so dass ich froh bin, ausreichend Differenzierungsmaterial im Raum zu haben, um jedes Kind fordernd oder fördernd arbeiten zu lassen.

Trotz der heutigen Störungen sind wir nach wir auf einem guten Weg.
Und ich bin mir sicher: Morgen geht es wieder friedlicher zu!

Nickname 20.09.2011, 15.55| (9/3) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Kunst und Kuchen

Heute hatten wir das allererste Geburtstagskind in der Klasse und haben zwei Geburtstagslieder gesungen. Zum ersten Mal kamen auch die Schatzkiste und unsere Hausaufgabengutscheine zum Einsatz.




Wir hatten großes Glück, denn die ganze Klasse bekam vom Geburtstagskind diesen wunderbaren Kuchen ausgegeben:



Der Kuchen sah nicht nur wunderschön aus, er schmeckte auch allen ganz wunderbar. Ein herzliches Dankeschön geht noch einmal an unser Geburtstagskind und natürlich die backfreudige Mama.

Das Feiern des Geburtstages und das Essen des Kuchens dauerte eine Weile. Unterbrochen wurden wir vom Zeitungsfotografen, der mit einem Male unangemeldet im Raum stand und unsere Klasse für die hiesige Presse ablichten wollte.

Unverhofft kommt oft.
Da wir nun schon routinert waren, klappte das mit dem Foto diesmal in wenigen Minuten.

Ganz viel Zeit verbrachten wir auch noch mit dem Fertigstellen unserer Herbstbilder. Die Hintergründe waren mittlerweile über das Wochenende getrocknet, es fehlten noch ein paar stachelige Gesellen:



























Ein paar Bewegungslieder, ein- und auspacken der Postmappe und einiges an Organisation und schon war der Schulvormittag wieder herum.

Am Abend konnten die Eltern den Klassenraum erstmalig belebt sehen.


Nickname 19.09.2011, 15.21| (4/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Vorbereitung Elternabend

Den ersten Elternabend hatten wir bereits vor den Sommerferien, so dass die morgige Klassenpflegschaft nicht das allererste Kennenlernen bedeutet.
In der Regel ist der erste Pflegschaftsabend sehr angefüllt, denn viele organisatorische Abläufe und Regelungen müssen besprochen werden und die erste Pflegschaftswahl ist auch manchmal schwierig, weil sich ja noch gar nicht alle Eltern kennen.
Besonders wichtig sind mir die Rückmeldungen der Eltern bezüglich des Befinden der Kinder.
Wie geht es den neuen Schulkindern, wie gefällt es ihnen? Ist es sehr anstrengend, sind die Kinder mittag k.o? Sind sie ausgelastet, fühlen sie sich angenehm gefordert oder eher überfordert.

Wie geht es den Eltern mit der Flut an Neuigkeiten, die das Schulleben so mit sich bringt?

Ich kann dann ein wenig aus unserem Schulalltag berichten und erzählen, ehe wir auf die Ziele und Lerninhalte der einzelnen Fächer eingehen.
Um die Lehrpläne auf eine verständliche Weise herunterzubrechen habe ich eine sehr grobe Übersicht über die Lernziele der Fächer Mathematik und Deutsch erstellt. Erweitert durch die Bereiche Methodik, Arbeits- und Sozialverhalten.
Entstanden ist eine einfache Übersicht, die ich den Eltern morgen gerne an die Hand geben möchte:




Gemeinsam mit der Sachunterricht Übersicht, kann man so sehr gut sehen, wohin uns das erste Schuljahr führen wird.

Es wird der neue Stundenplan verteilt und besprochen, der nach dem Ampelunterricht ab dem 4.10.2011 gilt.
Interessierte Eltern können den Plan gerne bereits ab sofort via Email (zaubereinmaleins@gmail.com) anfordern.
Ich werde den Stundenplan aus datenschutzrelevanten Gründen hier nicht einstellen.

Natürlich müssen die Eltern auch ein wenig arbeiten, um nachzuvollziehen, wie es ihren Kindern so ergeht:

Dazu liegt die Anlauttabelle für Eltern parat.
Ich freue mich auf morgen Abend und bin gespannt, wie viele Eltern sich die Zeit nehmen werden/können, um miteinander ins Gespräch zu kommen!


Nickname 18.09.2011, 14.25| (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

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Termine:
  
 
Montag, 03.09.2012
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum