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Blogeinträge (themensortiert)
Thema: im 1. Schuljahr
Körperteile
Nachdem wir uns heute kurz darüber unterhalten mussten, dass es besser ist, den Kunstunterricht nicht dazu zu nutzen, anderen Kindern Haare abzuschneiden oder sich zu prügeln, konnten wir thematisch weiterarbeiten.
Die Rückmeldungen der Fachlehrerin an mich waren nicht unbedingt positiv und wir sprachen auch noch darüber, dass Regeln in jedem Unterricht gelten, unabhängig davon, wer unterrichtet.
Im Sitzkreis wandten wir uns dann den Körperteilen zu und wiederholten noch einmal, was wir gestern gelernt hatten.
Besonders beeindruckend fanden die Kinder, dass einige Eltern gar nicht wussten, dass der kleinste Knochen im Ohr zu finden ist.
Wir fanden an unseren Körpern die unterschiedlichsten Körperteile und sprachen auch über die Körperteile, die unsere Kleidung verdeckt.
Und nach dem ersten Kichern über "Penis" und "Scheide" konnten wir die Wörter verwenden, ohne kichern zu müssen, rot zu werden oder schamhaft zu Boden zu gucken.
Da wir uns natürlich nicht ausziehen wollten, um Penis und Scheide anzuschauen, gab es anschließend zwei Arbeitsblätter, auf denen ein Junge und ein Mädchen nackt zu sehen waren.
Auch heute erstellten wir daraus wieder etwas für unser Lapbook. Man musste - wieder einmal - ausschneiden, lesen und entweder kleben oder schreiben. Die meisten Kinder entschieden sich heute für das Schreiben.




Heute bemerkte ich dann, dass ein Junge sich besonders viel Mühe mit dem Einkleben exakt geschnittener Büchlein gab.
Mich erstaunte das und ich beobachtete das Kind eine Weile.
Die Strategie sah so aus:
1. anfangen zu schneiden
2. jammern und das neben ihm sitzende Mädchen lieb anschauen
3. dem Mädchen die Sachen geben
4. das Mädchen ausschneiden lassen
5. die exakt ausgeschnittenen Sachen ins eigene Lapbook kleben
Das Mädchen arbeitete sozusagen doppelt: für sich und den Sitznachbarn.
Darauf angesprochen erklärte sie:
"Ich mach das lieber mal für ihn, sonst sieht sein Buch hinterher ganz schön hässlich aus!"
Der Junge ergänzte:
"Sie macht das lieber für mich, Frau Schäfer, mir fallen sonst auch die Finger ab von der Schneiderei."
Ich beteuerte, dass ich noch keine "abfallenden Finger" gesehen hätte und er sicher alleine ausschneiden könne, da rief ein anderer Junge trocken vom Nebentisch:
"Einmal ist immer das erste Mal!"




Manches klebt krumm und schief, manches verkehrt herum, aber jedes Buch wird dennoch mit größter Sorgfalt behandelt und man merkt den Kindern an, dass sie wahnsinnig stolz sind auf ihre Arbeit.







Es gab noch nicht einmal Stress, Streit oder Ärger, weil jemand Platz vermisste oder sich bedrängt fühlte.
Die Kinder haben das wunderbar im Griff und konnte sie heute ganz oft loben!
Das Highlight des heutigen Tages war dann aber das leckere Eis, das unser Geburtstagskind spendierte.
Die Mutter kam eigens zur Pause und brachte - ganz themenorientiert - leckere Hände mit:

09.05.2012, 16.48 | (4/0) Kommentare (RSS) | PL
Unsere Knochen
Heute wurde es spannend bei uns. Nachdem wir herausgefunden haben, wie die einzelnen Körperteile heißen, fanden wir einen Freiwilligen, der bereit war, sich mittels eines Klett-Skelettes zu verwandeln...

Den Kindern waren weitaus mehr Begrifflichkeiten bekannt als ich angenommen hatte.
Noch genauer schauten wir uns dann durchscheinende Bilder eines Jungen an:





Wir sprachen über die Funktionsweise und den Nutzen unserer Knochen, überlegten gemeinsam, machten ein paar Übungen zur Beweglichkeit der Wirbelsäule und wandten uns dann echten Röntgenbildern zu.


Wir schätzten auch, wie viele Knochen denn wohl ein Erwachsener Mensch hat.
Dabei war die kleinste Schätzung 40 und die größte lag bei über 1000.
Wir fanden dann durch Lesen eines kurzen Sachtextes heraus, dass es wohl an die 206 Knochen sind.
Alles in allem waren die Kinder sehr wissbegierig und aufmerksam.
Nach den praktischen Übungen und Überlegungen ging es dann dazu, das Ganze für unser Lapbook festzuhalten.
Puh, da wurde es auf einmal richtig schwierig.
Nicht nur das exakte Schneiden verlangte einigen wieder sehr viel ab. Diesmal musste man ja auch noch die kurzen, aber wirklich nicht einfachen Sachtexte lesen und richtig zuordnen.
Da klebte durchaus schonmal etwas im falschen Büchlein, doch wir konnten alles korrigieren, ehe es ins Lapbook geklebt wurde:








Einige Kinder konnten die Hausaufgabe heute auch schon ins Lapbook kleben, andere nicht.
Das lag daran, dass zwischendurch noch Büchereizeit war und einige Kinder sich neue Bücher ausleihen wollten.
Auch heute gab es wieder eine Ausschneidehausarbeit. Passend zu den Röntgenbilder kommen natürlich auch ähnliche Bilder ins Lapbook.
Schauen wir mal, wie weit wir morgen kommen.
Bislang arbeiten alle Kinder höchstmotiviert mit. Es klappt nicht immer so mit dem Ausschneiden und Einkleben, aber wir üben ja auch noch.
Ich bin jetzt schon gespannt auf die Ergebnisse, aber auch vor allem auf das, was bei den Kindern "hängen bleibt".
08.05.2012, 17.40 | (4/3) Kommentare (RSS) | PL
Erste Schritte Richtung Lapbook
Ich hatte es mir regelrecht chaotisch vorgestellt. 29 Kinder, die jeweils mit einem DIN A2 Tonpapierbogen an ihren Tischen herumwerkeln. Konnte das gutgehen?
Manchmal macht man sich zu Unrecht Sorgen.
Heute habe ich den Kindern erklärt, womit wir uns in den kommenden zwei Wochen beschäftigen werden, nämlich mit unserem Körper.
Und zu diesem Thema, so führte ich weiter aus, wollen wir ein echtes Schatzbuch, ein Buch mit vielen Klappen, Taschen, Nischen und Besonderheiten basteln.
Vorbereitet waren die großen Bögen mit den Markierungen zum Ausschneiden.
Das Ausschneiden ging weitaus schneller als ich dachte und vor allem sehr diszipliniert. Alle gaben sich riesig Mühe:



Gut, das Lapbook ist dann dementsprechend um eine Klappe ärmer - etwas, was zu verschmerzen sein wird.
Schwieriger wurde es beim Falten. Große Bögen so zu falten, dass am Ende alles gerade und einigermaßen stimmig ist, das ist wirklich nicht einfach.
Ich faltete vor, die Kinder falteten nach und in den allermeisten Fällen gelang das richtig prima:








Natürlich wollten dann alle direkt mit der Ausgestaltung beginnen und wir wagten uns an das Titelbild.







Unter den Tischen finden sie aufgrund der Größe nämlich keinen Platz.
Das weitere Vorgehen sieht so aus, dass im Anschluss an die Erarbeitung eines Lerninhaltes das entsprechende Element für ein Lapbook gebastelt und eingeklebt oder geheftet wird.
Wie später so ein fertiges Lapbook aussehen könnte, kann man hier sehen.
Alles in allem waren wir mit diesen Arbeitsschritten in 40 Minuten fertig.
07.05.2012, 13.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Lapbook Gedankengänge
Je mehr ich mich in die Materie vertiefe, um so genialer finde ich einerseits diese Lapbooks und desto skeptischer werde ich jedoch auch.
Zum einen ist es meiner Meinung nach schier unmöglich, in einer ersten Klasse Inhalte über ein Lapbook erarbeiten zu lassen.
Ich bin mir sicher, dass das beim Homeschooling praktikabel ist, aber nicht in einer größeren Lerngruppe zum jetzigen Zeitpunkt.
Sprich: Das Lapbook darf nicht im Vordergrund stehen, sondern muss Beiwerk bleiben und sollte am Ende dazu führen, dass sich die Kinder noch einmal den Lerninhalten zuwenden und sich mit ihnen auseinandersetzen.
Alleine dadurch wäre ja bereits eine Menge gewonnen. Denn welches Arbeitsblatt oder welche Seite im Arbeitsbuch schaut sich ein Kind freiwillig zum zweiten Male an?
So ein Lapbook aber verführt zum Vorstellen und Zeigen, zum Präsentieren und Hineinschauen.
Ich kann mir vorstellen, dass es viel eher wertgeschätzt wird als Arbeitsmappen und Schreibhefte.
Ob das letztlich so sein wird, das wird sich zeigen.
Vorrangig sind in jedem Falle, zum jetzigen Zeitpunkt, die handlungsorientierten Unterrichtsinhalte.
Am Ende jeder Sequenz steht dann ein Element, das in das Lapbook wandern soll.
Ich bin mir sehr sicher, dass nicht alle Kinder am Ende alle Elemente eingeklebt haben werden.
Aber das muss auch nicht zwingend so sein.
Ganz sicher wird es beispielsweise auch mal eine Hausaufgabe geben, die sich mit dem Ausschneiden beschäftigt etc.
In der Hoffnung, dass das nicht Mama und Papa zur Schere greifen.
Einmal mit der Methode vertraut, kann ich mir aber sehr wohl vorstellen, dass sich ältere Kinder auf diese Art und Weise Inhalte selbstständig erschließen, vortragen und präsentieren.
Wie mit allen Dingen braucht das aber Zeit und eine solide Basis, die ersteinmal geschaffen werden will.
06.05.2012, 12.44 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL
Inhaltliche Festlegung
Die inhaltliche Festlegung fiel nun nicht sonderlich schwer, geht sie dennoch ein wenig über das hinaus, was der Lehrplan an Komepetenzerwartungen formuliert.
Folgende Themen werden wir bearbeiten:
1. die einzelnen Körperteile - Benennung - Wiedererkennen
2. unsere Sinne
3. Zähne
4. Gefühle
5. das Skelett, Knochen, Röntgenbilder
6. unser Gehirn
7. wichtige Organe
8. Lebenszyklus Mensch
Ja, das klingt jetzt erst einmal furchtbar erschlagen und bombastisch. Heruntergebrochen auf die Jahrgangsstufe 1 wird es dann nicht so komplex sein, wie es hier wirkt.
Die einzelnen Unterrichtssequenzen werden sich jeweils mit einer dieser Thematiken beschäftigen.
Am Ende der Sequenz steht dann immer das schrifltiche Fixieren im Lapbook.
Wobei schriftlich Fixieren wahrscheinlich nicht immer die relevante Aufgabenstellung sein wird.
In meinem Kopf nimmt das Lapbook schon Gestalt an.
05.05.2012, 13.51 | (0/0) Kommentare | PL
Die Kunst, sich nicht zu verzetteln!
Das Thema Lapbooking führt auf derartig viele faszinierende und interessante Internetseiten, dass man zwischen all den tollen Ideen rasch den Überblick verlieren kann und oft aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt.
Und all die vielen wunderbaren Beispiele verleiten dann dazu, zu denken: "Oh, wow, das ist toll, das möchte ich auch unbedingt machen!"
Am Ende steht man da mit tausend Ideen und umgeben vom gedanklichen Chaos und findet keinen Anfang und kein Ende.
Das ist dann immer der Moment, wo ich mir noch einmal schnell den Lehrplan vornehme, sozusagen, um mich "zu erden".
Zum Thema "menschlicher Körper" findet man im Lehrplan Sachunterricht NRW folgende Kompetenzerwartungen:


Während meiner Referendarszeit nannte sich das "die Kunst der didaktischen Reduktion".
Manchmal muss ich sie mir einfach nur wieder in Erinnerung rufen.
Nachdem ich also eine Grundvorlage für unser erstes Lapbook erstellt habe, lege ich heute fest, welche Inhalte ich im Unterricht mit den Kindern aufgreifen und dann natürlich im Lapbook festhalte möchte.
Das sind gleich mehrere Schritte und um mich eben nicht zu verzetteln, habe ich mir überlegt, wie folgt vorzugehen:
1. Inhalte festlegen
2. Unterrichtsinhalt möglichst handlungsorientiert planen
3. überlegen, wie die einzelnen inhaltlichen Elemente im Lapbook festgehalten werden
3.1 in welchem Inhaltsumfang
3.3 mit welcher Eigenleistung der Kinder
3.3 in welcher äußeren Form
4. dem Ganzen eine zeitliche struktur geben
5. Unterrichtsmaterial erstellen
Mal schauen, wie ich mit diesem Raster zurechtkommen werde.
Für ein Wochenende ein ganz schönes Programm, ob sich das zeitlich hier einrichten lässt an diesem Wochenende alles abzuarbeiten wage ich allerdings zu bezweifeln.
Einfach anfangen - wäre sicher sinnvoll!
05.05.2012, 07.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL
Lapbooking
Niemand ist begeisterungsfähiger als Grundschullehrerinnen, das habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder am eigenen Leibe erlebt. Und so ist es ganz natürlich, dass hin und wieder enthusiastische Strömungen entstehen, denen man sich nur schwerlich entziehen kann.
Momentan findet man in den gängigen schulischen Internetforen immer wieder ein Thema:
"Lapbooking" bzw. "Lapbooks".
Als selektive Leserin habe ich die entsprechenden Threads erst gar nicht angeklickt, weil ich dachte, es handle sich um Hilferufe von Usern, die einen neuen PC brauchen oder so.
Irgendwann war ich dann aber doch neugierig und stellte fest, dass Lapbooking nichts mit dem heimischen Netbook oder Laptop zu tun hat, sondern eine besondere Form ist, Inhalte zu bündeln, zu sammeln und zu präsentieren.
Ein Lapbook ist folglich nichts anderes als ein aufgehübschtes bzw. aufgepepptes Klappbuch mit zahlreichen Inhalten zu einem Thema, wobei sich die Inhalte in bzw. hinter kleinen Büchlein, Leporellos, Fächern, Briefumschlägen, Klappen und ähnlichen optisch sehr ansprechenden Spielereien verbergen.
Gibt man in die Bildersuchmaschine "Lapbook" ein, sieht man u.a. folgende Ergebnisse:

Die Ergebnisse sehen immer fantastisch aus und sehr überzeugend.
Ich schaute meinen Sachunterrichtsarbeitsplan an und überlegt, wie und in welcher Form ich mit den Kindern ein solches Lapbook erstellen könnte, wobei mir die ersten kritischen Gedanken kamen.
Ich wollte einen Inhalt erarbeiten, für die Kinder anschaulich sichern, das alles durch Kinderhand erstellen lassen, aber den Bastelaufwand nicht überwiegen lassen......
Sprich: Es stellte sich mir die Frage, geht hier das Grundschullehrerinnenherz wieder mit mir durch? Finde ich eine Sache hübsch, ohne dass sie eine Berechtigung hat?
Was sind die Vorteile vom Lapbooking, außer dass am Ende ein ansprechendes Buch entstanden ist, das möglicherweise zu Hause nicht sofort ins Altpapier wandert?
Lohnt der enorme Bastelaufwand?
Sind die Lerninhalte dadurch besser, langfristiger oder anders gesichert?
Oder erfreut so ein Buch doch eher mich und weniger die Kinder?
Nun kann man sich diese Frage stellen und wird sie nicht beantworten können, sofern man so ein Buch nicht einmal im Unterricht mit den Kindern erstellt hat.
Ich formulierte gedanklich aus, was mir wichtig ist:
** die Kinder sollen das Buch alleine erstellen, sprich, die Klebe- und Schneide- und Faltarbeiten selbstständig durchführen können
** die Bastelarbeit darf nicht über der inhaltlichen Arbeit stehen
** jedem inhaltlichen Element möchte ich im Anschluss an die Erarbeitung ein Element des Lapbooks widmen
** die Lapbooks müssen von der Größe so konzipiert sein, dass Erstklässler gut damit zurecht kommen
** um mich und die Kinder nicht sofort zu überfordern, wird der erste Schritt ein Lapbook sein, das alle Kinder mit denselben Elementen versehen
** wir lassen den kreativen Aspekt zunächst im Hintergrund - ist das Lapbook einmal eingeführt und hat sich bewährt, kann man darüber nachdenken, die Kinder individuell bestückte Klappbücher erstellen zu lassen
** wir werden uns dem Thema "Mein Körper" in Lapbookform widmen
** am Ende soll jedes Kind sein Lapbook ausgestaltet haben und darf es mit nach Hause nehmen
So weit also meine Vorüberlegungen.
Da es in der nächsten Woche losgehen soll, habe ich mich heute der äußeren Faltform gewidmet.
Da ich gestern Nachmittag beim Falten von Fotokarton feststellte, dass dieser nur schwer faltbar ist, bekommen die Kinder nun große Tonpapierbögen, aus denen sie nur ein kleines Stück ausschneiden müssen:




Ob das so sein wird, das weiß ich natürlich noch nicht.
Ich habe heute den Ausschnitt auf die Bögen gezeichnet, so dass die Kinder ihre Grundform in der nächsten Woche rasch selber ausschneiden und unter Anleitung auch falten können.
Das Wochenende steht nun in der inhaltlichen Erarbeitung des Körper-Buches.
Es bleibt spannend!
04.05.2012, 16.16 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL
Es geht auch - wieder - anders!
Heute war ein guter Tag.
Nachdem ich heute früh zwar gehört hatte, dass in meiner gestrigen Abwesenheit nicht alles rund lief, dachte ich schon, es ginge so weiter, wie ich es gestern hier beschrieben hatte.
Dem war aber nicht so.
Zu Beginn des Tages haben wir gemeinsam überlegt, was uns in den letzten Tagen nicht gefallen hat und was wir ändern können, damit es uns allen wieder gut geht in der Schule.
Zudem wurden klare Grenzen abgesteckt und Konsequenzen geklärt.
Das zerstörte Spielzeug muss von den entsprechenden Kindern ersetzt werden. Entweder per Sachleistung, durch Mitbringen eines neuen Schlägers oder aber durch Bezahlen der Schadenssumme.
Die verschwundenen Bälle sind Strafe genug, denn nun sind eben keine Bälle zum Spielen mehr vorhanden.
Da hier unklare Aussagen darüber vorliegen, wo denn die Bälle hin entschwunden sind, wer sie wohin geschossen hat und aus welchen Gründen, konnte zunächst nicht festgelegt werden, wer für den Verlust verantwortlich ist.
Die Kinder stellten fest, dass das komplette Spielzeug, das eher von den Mädchen gebraucht wird (Seile, Gummitwist, Pferdeleine) noch vollständig und unversehrt vorhanden ist.
Das Spielzeug, das von einigen Jungen stark frequentiert wird (Bälle, Tischtennisschläger, Frisbeesc heiben) fehlt, verschwunden oder kaputt ist.
Außerdem stelten wir fest, dass einige wenige Kinder das Spielzeug beständig dazu missbrauchen, anderen weh zu tun.
Diese Kinder haben bis auf weiteres Spielzeugverbot, da nicht einzusehen ist, dass andere Kinder immer unter denselben Kindern zu leiden haben.
Nach diesem kurzen Gespräch gingen die Kinder an die Arbeit und arbeiteten 35 Minuten absolut leise und konzentriert an ihrer Lernwortkartei.
Zwei Kinder arbeiteten im Kreis, da sie sich dort besser konzentrieren konnten.
Im Anschluss daran fand noch unser Klassenrat statt, ehe es in die Pause ging. Auch von den Fachlehrerinnen hörte ich heute nichts Negatives.
Ein rundum gelungener Freitag, an dem wir nun alle ins hoffentlich schöne Wochenende starten!
04.05.2012, 14.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL
Unser Rechtschreibkonzept
Im vergangenen Jahr hat das Kollegium unserer Schule eine Arbeitsgruppe zum Thema "Rechtschreibung" gegründet. Ziel war es, den Rechtschreibunterricht unserer Schule, in allen Jahrgängen, verbindlich auf ein Konzept festzulegen.
Das Konzept sollte problemlos in den Unterricht integriert werden können und doch offen genug sein, um die indivduellen Arbeitsweisen der einzelnen Kolleginnen und Kollegen zu berücksichtigen.
Mit diesem Konzept beginnen wir im zweiten Halbjahr des ersten Schuljahres, so dass auch die "Pinguine" nun schon damit arbeiten.
Grundlage des Konzeptes ist die Arbeit mit einer Lernwörterbox.

An den Pflegschaftsabenden wurden die Eltern über das Konzept informiert, gleichzeitig gab es aber auch noch einmal Elternbriefe in den Klassen.
In den Klassen selber wird den Kindern mittels ansprechender Plakate die Handlungsabfolge veranschaulicht:



Wir gehen momentan wie folgt vor:
Die neuen Lernwörter werden an die Tafel geschrieben. Wir lesen sie gemeinsam und schauen nach schwierigen Stellen, die wir auch farbig markieren.
Anschließend übertragen die Kinder die Wörter auf die Karteikarten. Diese Karten werden grundsätzlich ALLE von mir kontrolliert. Und erst nach meiner Kontrolle darf mit den Karten gearbeitet werden.

Gelingt das Schreiben aus dem Gedächtnis bereits fehlerlos, wandert die Karte in das erste Fach der Lernkartei.

Das macht jedes Kind in seinem eigenen Tempo.
Für alles, was mit den Lernwörtern zu tun hat, haben wir eine Lernwörtermappe angelegt.



Zudem klebt in den Mappen auch noch einmal die Handlungsabfolge für Kinder erklärt. So dass man immer mal wieder nachlesen kann, sollte man vergessen, was zu tun ist.
Täglich üben wir 10 bis 15 Minuten in Form eines "Rechtschreibfrühstücks" (immer kurz vor der Frühstückspause, daher der Name) mit den Lernwörtern.
Die Wörter sprechen wir gemeinsam im Jahrgang ab. Grundlage für das Konzept sind die 500 meistgeschriebenen Wörter, die am Ende von Klasse 4 geschrieben werden sollten. Korrekt geschrieben werden sollten.
Ergänzt wird diese Wortliste durch thematisch passende Wörter, Wörter zu bestimmten Rechtschreibphänomen etc.



Neue Lernwörter werden mehrere Wochen lang geübt, ehe eine Lernzielkontrolle erfolgt.
30.04.2012, 16.09 | (7/2) Kommentare (RSS) | PL
Die Maus ist weg
Heute hieß es Abschied nehmen von Konstantin. Konstantin reist noch heute weiter an eine andere Schule und wir hoffen, schon bald im Schlupfblog sehen zu können, wo Konstantin gelandet sein wird.
Gemeinsam machten wir es Konstantin in dem großen Paket so gemütlich wie möglich:





Nur leider war sie nicht mehr da!
Zunächst dachten wir daran, dass sie heruntergefallen sei. Wir durchsuchten das gesamte Klassenzimmer, wir durchsuchten den Musikraum, denn dort hatte die kleine Maus noch am Freitag an der Musikstunde teilgenommen:
Die kleine Maus blieb verschwunden.
Ich kann gar nicht sagen, wie sprachlos ich war. Während die Kinder suchten und suchten, überlegte ich fieberhaft, wo die Maus wohl sein könnte.
Am Freitag hatten nur wir Unterricht in unserer Klasse. Keine anderen Kinder hatten Unterricht oder Zugang zu unserem Raum.
Die Kinder waren sich absolut sicher, dass sie die Maus nach der Musikstunde wieder zu Konstantin gesetzt haben und das glaube ich ihnen natürlich auch.
Nur, die Maus ist weg.
Irgendjemand muss sie mitgenommen haben und wir wissen nicht wer.
So viele Wochen hatte sie uns nun begleitet. In den Ferien war sie bei mehreren Kindern zu Hause. Immer kam sie unversehrt wieder zurück.
Und nun, am Tag der Abreise, blieb sie verschwunden.
Der Gedanke daran, dass jemand aus unserer Klasse die Maus genommen haben könnte macht mir Sorgen.
Die Kinder und ich haben vereinbart, dass wir gar nicht wissen möchten, wer die Maus aus welchen Gründen genommen hat, sondern darum bitten, die Maus einfach still und leise an ihren Platz zurückzulegen.
Es muss ja niemand mitbekommen......
Damit die wartende Klasse aber nun nicht unnötig warten muss, habe ich heute eine Ersatzmaus besorgt.
Ein unschöner und bitterer Beigeschmack bleibt mir momentan und ich muss gestehen, ich bin schon ziemlich traurig und muss nun darüber nachdenken, wir wir mit der Situation umgehen werden.
Konstantin und Ismelda wünschen wir in jedem Fall eine wunderbare Reise und viele interessante Begnungen mit anderen Kindern!
30.04.2012, 15.19 | (2/0) Kommentare (RSS) | PL

Termine:
02.06.2012
Samstag
Day of Song
Die ersten Klassen nehmen teil.
Elternbrief folgt.
Die Teilnahme ist freiwillig.
05.06.2012
Studientag
schulfrei für die Kinder aller Klassen
Lehrer: Fauslos Ganztagsschulung
06.06.2012
Bundesjugendspiele
Elternbrief folgt
Danke für das gelungene Winterfest am 01.02.2012!!!
Danke für den tollen
Osterspaziergang in den Schlosspark
am Donnerstag, 29.03.2012
Fleißige Mütter haben wieder einmal alles wunderbar vorbereitet!!!
Übernachtung im Heu
Preens Hoff Raesfeld
Mittwoch, 20. Juni 2012




