Pinguin-Klasse
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Sehr geehrte Frau Schäfer,ich schlisse mich m
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Ulrike :
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Ulrike :
Ich verzweifel, die Namensschilder sind schre
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Mareike Schnisa:
Hallo Suasnne, ich bekomme im Sommer auch ein
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Hallo Susanne,ich übernehme jetzt auch ein Pi
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Annette:
Wirklich super Party, bin auch ganz entzückt
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Thema: im 1. Schuljahr

Das erste Schuljahr ging schnell vorbei!

Mich erreichten so viele liebe Emails mit Nachfragen, wann denn endlich wieder etwas bei den "Pinguinen" zu lesen sei, dass ich schon ein ganz schlechtes Gewissen bekam.
Aber wenn Termine sich knubbeln und Schulleitungsaufgaben mit Klassenlehrerfunktion kollidieren, dann ist der Blog das erste, was ruhen muss, damit alles andere gut und sicher läuft.

Das erste Schuljahr mit den "Pinguinen" ist schon vorbei und es ist Zeit für eine Rückschau und ein Resüme. Gerade am Ende des ersten Schuljahres erlebten wir mit der Übernachtung im Heu und dem Ausflug in den Frankenhof noch zwei echte Schuljahrehöhepunkte und ich versuche auf jeden Fall noch Bilder hochzuladen und eine Bildergalerie anzulegen.

Rückblickend auf das gesamte Schuljahr kann ich sagen, dass es für mich als Klassenlehrerin ein schönes Schuljahr war, wenn auch unsere Lerngruppe von steter und ständiger Fluktuation betroffen war und ich manchmal den Eindruck hatte, ich kam aus dem Garderobenschildererstellen gar nicht mehr heraus.

Natürlich hatte ich mir zu Beginn - wie immer in Klasse 1 - manchmal das ein oder andere zu viel vorgenommen.
Manches brauchte in den ersten Schulwochen länger als geplant, anderes ging dafür zügiger oder problemloser als ich angenommen hatte.
Fast alle Kinder der Klasse haben sehr schnell lesen gelernt und konnten bereits vor Weihnachten einfache Texte erlesen.
Damit hatte ich beispielsweise nicht gerechnet. In meinen anderen Durchgängen konnten auch immer wieder einmal Kinder rund um Weihnachten lesen, aber die meisten waren immer je um Ostern so weit, dass sie verstanden, was sie lasen.
Diesmal ging es mit dem Leselehrgang deutlich schneller voran.

Der Buchstabenweg wurde von den Kindern sehr gut angenommen und bearbeitet. Diese Methode würde ich in jedem Fall wieder wählen. Die Vorbereitung war zwar sehr zeitintensiv, dafür hatte ich aber während der Arbeitsphasen Zeit für die Kinder und das lästige tägliche Kopieren entfiel.
Jedes Kind konnte in seinem eigenen Tempo arbeiten. Die ersten waren zu Weihnachten durch, andere am Schuljahresende, ein Kind auch dann noch nicht.

Insbesondere in Mathematik haben sich sämtliche Montessorimaterialien wieder einmal bewährt und bezahlt gemacht.
Das Prinzip der Flex und Flo Hefte gefällt mir gut und hat sich bewährt, aber es war einfach ein zu viel an Heften und ich musste Abstriche machen und selektieren.
Schwierig beim individualisierten Lernen ist gerade in Mathematik das Zusammenbringen aller Kinder, um einzelne Lerninhalte zu vertiefen und zu besprechen.
Wir haben das Form von Rechenkonferenzen gelöst. Manchmal nahm die ganze Lerngruppe daran teil, andere Male nur einige Kinder.

Hier ließe sich sicher etwas optimieren und  vor allem materialmäßig deutich reduzieren.

Im Sachunterricht geriet ich durchaus hin und wieder von meinem Planungsraster ab, habe aber all das, was ich mir an Themen vorgenommen hatte, einbringen können.
Manches gewinnbringend, manches wohl so, als hätten wir es nie besprochen bzw. bearbeitet.

Die Sitzordnung hat sich bewährt. Dass die Klasse zu voll und zu eng ist, das ist eine Tatsache an die sich die Kinder offensichtlich viel eher und schneller gewöhnt haben als ich.
Mag aber auch daran liegen, dass sie sich nicht durch enge quetschen müssen, sondern locker durchpassen, während ich schonmal hier und dort hängen bleibe.

Wir sind zu einer tollen Klassengemeinschaft zusammengewachsen und das ist im Grunde mit das Wunderbarste und etwas, auf das sich nun aufbauen lässt.

Ich freue mich auf das 2. Pinguinjahr!

Nickname 24.08.2012, 16.46 | (0/0) Kommentare | PL

Lapbook Resümee

Die Wochen vor den Ferien sind dicht gedrängt mit Terminen, insbesondere Schulleitungsterminen, so dass ich lange schon nicht mehr dazu gekommen bin, unsere Lapbookerfahrungen hier weiter auszuführen.

Wir haben gute drei Wochen an den Klappbüchern und am Thema gearbeitet.



Die Kinder waren während der kompletten Einheit höchst motiviert und haben alle sehr eifrig und fleißig gearbeitet.




Immer wieder wurde ich überrascht durch die Fähigkeiten der einzelnen Kinder. Es wurde Ausdauer, Geduld und Präzision gefordert und der Feinmotorik wurde einiges abverlangt.
Aber all das ging besser und schneller als ich angenommen hatte.
Da hatte ich die Kinder deutlich unterschätzt.



Insbesondere bei meiner Einschätzung der Ausdauer lag ich häufig falsch.
Nach einer praktischen Sequenz, die ich möglichst handlungsorientiert aufbaute, folgte immer die Einheit zum Basteln des entsprechenden Lapbookelementes.















Das befürchtete Chaos auf den Tischen - wegen der Übergröße der Bücher - blieb weitgehendst aus. Die Kinder arrangierten sich gut und achteten sehr bewusst darauf, dass nichts kaputt ging, herunterfiel oder wegkam.






Am Ende waren fast alle Bücher fertig. Einigen Kindern fehlten Elemente, weil die Kinder zuvor länger krank waren oder fehlten. Sie arbeiteten nach.
Insgesamt sind wirklich alle Bücher unglaublich toll geworden und bei der Präsentation der Bücher waren alle Kinder sehr stolz:












Einige Bücher hatten mehr oder andere Klappen als vorgesehen, bei einigen Büchern stand auch schonmal etwas Kopf oder lugte hier oder dort hervor.
Insgesamt können aber wirklich alle Kinder sehr stolz auf ihr Ergebnis sein.

Nun stellt sich die Frage, was geschieht mit den Büchern zu Hause?
Ein ganz wesentliches Element eines solchen klappbuches ist es ja, dass man es durchaus immer wieder hervorholt, darin liest, es sich anschaut oder anderen zeigt.
Darauf hat Schule so gut wie keinen Einfluss.

Es kamen schon Kinder zu mir, die weinten, weil Mama das Buch ins Altpapier geworfen hat.
Das ist ganz bitter für ein Kind, das mühsam, eifrig und hochmotiviert in vielen Stunden an seinem Werk gesessen hat.

Das, was die Kinder über ihren Körper gelernt haben, haben sie nicht gelernt, weil wir das Buch gestaltet haben.
Das muss man ganz klar so sehen.
In jedem anderen Unterricht hätten die Kinder dasselbe oder zumindest ähnliches erlernt.

Worin liegt also der Sinn eines solchen Buches?

Ich habe lange darüber nachgedacht und finde es recht schwierig auszuformulieren, warum ich das Buch für diese Einheit trotzdem als außerordentlich sinnvoll erachte.

Zum einen bin ich der Ansicht, dass Lapbooks eine ideale Art und Weise eine Mischung aus Portfolio und Präsentation sind.
Zum anderen finde ich die hochmotivierende Wirkung auf die Kinder faszinierend.

Nun war es ja so, dass die Kinder wenig bis keinen Spielraum hatten bei diesem Lapbook.
Und das ganz bewusst, da es sich um eine gezielte Einführung und Hinführung handelt.

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, das nächste thematische Lapbook freier zu gestalten, das wiederum nächste noch freier,  bis man irgendwann dahin gelangt, dass die Kinder ein Lapbook zu einem Thema komplett frei erstellen.
DANN ist der eigentliche Sinn  dieser Bücher erreicht, so scheint mir.
Bis dahin ist es, wie mit vielen anderen Methoden und Unterrichtsformen, jedoch noch ein weiter Weg.

Meine Befürchtung, das Basteln würde den Inhalt überschatten und zu sehr dominieren hat sich als unbegründet erwiesen.
Das erstaunte mich selbst wohl am meisten.

Ich würde in einem zweiten Lapbook so gut wie alle Texte selber verfassen lassen. Das wäre diesmal noch nicht gegangen oder man hätte weitaus mehr Stunden einkalkulieren müssen.

Ich denke, die Methode nutzt sich schnell ab, wenn man sie zu häufig einsetzt, aber mag sein, dass ich auch hier irre.
Für das zweite Schuljahr ist auf jeden Fall ein weiteres Lapbook geplant.

Interessant wäre nun noch zu erfahren, wie die Kinder die Bücher zu Hause vorgestellt haben und wie sie zu Hause angenommen wurden.

Alles in allem kann ich auf jeden Fall von schulischer Seite ein positives Fazit ziehen.



Nickname 17.06.2012, 12.10 | (14/0) Kommentare (RSS) | PL

Körperteile

Nachdem wir uns heute kurz darüber unterhalten mussten, dass es besser ist, den Kunstunterricht nicht dazu zu nutzen, anderen Kindern Haare abzuschneiden oder sich zu prügeln, konnten wir thematisch weiterarbeiten.
Die Rückmeldungen der Fachlehrerin an mich waren nicht unbedingt positiv und wir sprachen auch noch darüber, dass Regeln in jedem Unterricht gelten, unabhängig davon, wer unterrichtet.

Im Sitzkreis wandten wir uns dann den Körperteilen zu und wiederholten noch einmal, was wir gestern gelernt hatten.
Besonders beeindruckend fanden die Kinder, dass einige Eltern gar nicht wussten, dass der kleinste Knochen im Ohr zu finden ist.

Wir fanden an unseren Körpern die unterschiedlichsten Körperteile und sprachen auch über die Körperteile, die unsere Kleidung verdeckt.

Und nach dem ersten Kichern über "Penis" und "Scheide" konnten wir die Wörter verwenden, ohne kichern zu müssen, rot zu werden oder schamhaft zu Boden zu gucken.

Da wir uns natürlich nicht ausziehen wollten, um Penis und Scheide anzuschauen, gab es anschließend zwei Arbeitsblätter, auf denen ein Junge und ein Mädchen nackt zu sehen waren.

Auch heute erstellten wir daraus wieder etwas für unser Lapbook. Man musste - wieder einmal - ausschneiden, lesen und entweder kleben oder schreiben. Die meisten Kinder entschieden sich heute für das Schreiben.













Ich bin überrrascht, wie motiviert und konzentriert die Kinder bei der Sache sind. Das doch sehr ausschneidelastige Material fasziniert die Kinder und alle sind erpicht darauf, hinterher ein schönes Klappbuch mit nach Hause zu nehmen.

Heute bemerkte ich dann, dass ein Junge sich besonders viel Mühe mit dem Einkleben exakt geschnittener Büchlein gab.
Mich erstaunte das und ich beobachtete das Kind eine Weile.
Die Strategie sah so aus:

1. anfangen zu schneiden
2. jammern und das neben ihm sitzende Mädchen lieb anschauen
3. dem Mädchen die Sachen geben
4. das Mädchen ausschneiden lassen
5. die exakt ausgeschnittenen Sachen ins eigene Lapbook kleben

Das Mädchen arbeitete sozusagen doppelt: für sich und den Sitznachbarn.
Darauf angesprochen erklärte sie:

"Ich mach das lieber mal für ihn, sonst sieht sein Buch hinterher ganz schön hässlich aus!"

Der Junge ergänzte:

"Sie macht das lieber für mich, Frau Schäfer, mir fallen sonst auch die Finger ab von der Schneiderei."

Ich beteuerte, dass ich noch keine "abfallenden Finger" gesehen hätte und er sicher alleine ausschneiden könne, da rief ein anderer Junge trocken vom Nebentisch:

"Einmal ist immer das erste Mal!"















Es ist ganz toll, die Bücher wachsen zu sehen.
Manches klebt krumm und schief, manches verkehrt herum, aber jedes Buch wird dennoch mit größter Sorgfalt behandelt und man merkt den Kindern an, dass sie wahnsinnig stolz sind auf ihre Arbeit.



Die meisten mögen am Ende der Stunde gar nicht aufhören und einige Mädchen enwickeln durchaus schon eigene Gestaltungsideen.



















Die Sorgen, die ich mir im Vorfeld gemacht habe, beispielsweise zur Größe und Unhandlichkeit der Bücher, waren bislang unbegründet.
Es gab noch nicht einmal Stress, Streit oder Ärger, weil jemand Platz vermisste oder sich bedrängt fühlte.
Die Kinder haben das wunderbar im Griff und konnte sie heute ganz oft loben!

Das Highlight des heutigen Tages war dann aber das leckere Eis, das unser Geburtstagskind spendierte.
Die Mutter kam eigens zur Pause und brachte - ganz themenorientiert - leckere Hände mit:



Das schmeckte allen wunderbar und somit sagen wir an dieser Stelle auch noch einmal herzlichen Dank!

Nickname 09.05.2012, 16.48 | (9/0) Kommentare (RSS) | PL

Unsere Knochen

Heute wurde es spannend bei uns. Nachdem wir herausgefunden haben, wie die einzelnen Körperteile heißen, fanden wir einen Freiwilligen, der bereit war, sich mittels eines Klett-Skelettes zu verwandeln...



Auch wenn die einzelnen Knochen nicht immer ganz so optimal hielten, war es doch sehr anschaulich, weil man genau sehen konnte, wo welcher Knochen in unserem Körper sitzt.

Den Kindern waren weitaus mehr Begrifflichkeiten bekannt als ich angenommen hatte.

Noch genauer schauten wir uns dann durchscheinende Bilder eines Jungen an:














An unseren Fenster muten diese Bilder zwar erst einmal seltsam an, sind aber wirklich sehr anschaulich und haben die Kinder fasziniert.
Wir sprachen über die Funktionsweise und den Nutzen unserer Knochen, überlegten gemeinsam, machten ein paar Übungen zur Beweglichkeit der Wirbelsäule und wandten uns dann echten Röntgenbildern zu.







Wir fanden ziemlich schnell heraus, welches denn wohl der größte Knochen in uns ist, nur den kleinsten konnten wir auf all diesen Abbildungen ersteinmal nicht finden uns sehen.

Wir schätzten auch, wie viele Knochen denn wohl ein Erwachsener Mensch hat.
Dabei war die kleinste Schätzung 40 und die größte lag bei über 1000.
Wir fanden dann durch Lesen eines kurzen Sachtextes heraus, dass es wohl an die 206 Knochen sind.

Alles in allem waren die Kinder sehr wissbegierig und aufmerksam.

Nach den praktischen Übungen und Überlegungen ging es dann dazu, das Ganze für unser Lapbook festzuhalten.
Puh, da wurde es auf einmal richtig schwierig.
Nicht nur das exakte Schneiden verlangte einigen wieder sehr viel ab. Diesmal  musste man ja auch noch die kurzen, aber wirklich nicht einfachen Sachtexte lesen und richtig zuordnen.
Da klebte durchaus schonmal etwas im falschen Büchlein, doch wir konnten alles korrigieren, ehe es ins Lapbook geklebt wurde:

























Zu Hause sollten auch Lapbookteile ausgeschnitten werden. Da ging es rund um die Füße, etwas, das im Sportunterricht dann noch näher aufgegriffen wird.
Einige Kinder konnten die Hausaufgabe heute auch schon ins Lapbook kleben, andere nicht.
Das lag daran, dass zwischendurch noch Büchereizeit war und einige Kinder sich neue Bücher ausleihen wollten.

Auch heute gab es wieder eine Ausschneidehausarbeit. Passend zu den Röntgenbilder kommen natürlich auch ähnliche Bilder ins Lapbook.
Schauen wir mal, wie weit wir morgen kommen.

Bislang arbeiten alle Kinder höchstmotiviert mit. Es klappt nicht immer so mit dem Ausschneiden und Einkleben, aber wir üben ja auch noch.
Ich bin jetzt schon gespannt auf die Ergebnisse, aber auch vor allem auf das, was bei den Kindern "hängen bleibt".

Nickname 08.05.2012, 17.40 | (8/3) Kommentare (RSS) | PL

Erste Schritte Richtung Lapbook

Ich hatte es mir regelrecht chaotisch vorgestellt. 29 Kinder, die jeweils mit einem DIN A2 Tonpapierbogen an ihren Tischen herumwerkeln. Konnte das gutgehen?

Manchmal macht man sich zu Unrecht Sorgen.

Heute habe ich den Kindern erklärt, womit wir uns in den kommenden zwei Wochen beschäftigen werden, nämlich mit unserem Körper.
Und zu diesem Thema, so führte ich weiter aus, wollen wir ein echtes Schatzbuch, ein Buch mit vielen Klappen, Taschen, Nischen und Besonderheiten basteln.

Vorbereitet waren die großen Bögen mit den Markierungen zum Ausschneiden.
Das Ausschneiden ging weitaus schneller als ich dachte und vor allem sehr diszipliniert. Alle gaben sich riesig Mühe:









Und ganz schnell lagen die ausgeschnittenen Bögen vor allen Kindern. Nur ein Kind hatte nicht ganz so gut zugehört und ein bisschen mehr abgeschnitten, als abgeschnitten werden sollte.
Gut, das Lapbook ist dann dementsprechend um eine Klappe ärmer - etwas, was zu verschmerzen sein wird.

Schwieriger wurde es beim Falten. Große Bögen so zu falten, dass am Ende alles gerade und einigermaßen stimmig ist, das ist wirklich nicht einfach.
Ich faltete vor, die Kinder falteten nach und in den allermeisten Fällen gelang das richtig prima:
























Und schon relativ schnell, nämlich nach 25 Minuten, lagen die fertigen Grundgerüste unserer Lapbooks vor allen Kindern.

Natürlich wollten dann alle direkt mit der Ausgestaltung beginnen und wir wagten uns an das Titelbild.






Die Mädchen schnitten ein Mädchenbild entzwei, die Jungen ein entsprechendes Jungenbild.















Anschließend besprachen wir noch das weitere Vorgehen sowie die Hausaufgaben (in dieser Woche ausnahmsweise mal keine Wochenhausaufgabe, sondern Aufgaben von einem Tag zum nächsten) und sammelten die Lapbooks ein, um sie auf das Regal zu legen.
Unter den Tischen finden sie aufgrund der Größe nämlich keinen Platz.

Das weitere Vorgehen sieht so aus, dass im Anschluss an die Erarbeitung eines Lerninhaltes das entsprechende Element für ein Lapbook gebastelt und eingeklebt oder geheftet wird.

Wie später so ein fertiges Lapbook aussehen könnte, kann man hier sehen.
Alles in allem waren wir mit diesen Arbeitsschritten in 40 Minuten fertig.

Nickname 07.05.2012, 13.45 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

Lapbook Gedankengänge

Je mehr ich mich in die Materie vertiefe, um so genialer finde ich einerseits diese Lapbooks und desto skeptischer werde ich jedoch auch.
Zum einen ist es meiner Meinung nach schier unmöglich, in einer ersten Klasse Inhalte über ein Lapbook erarbeiten zu lassen.
Ich bin mir sicher, dass das beim Homeschooling praktikabel ist, aber nicht in einer größeren Lerngruppe zum jetzigen Zeitpunkt.
Sprich: Das Lapbook darf nicht im Vordergrund stehen, sondern muss Beiwerk bleiben und sollte am Ende dazu führen, dass sich die Kinder noch einmal den Lerninhalten zuwenden und sich mit ihnen auseinandersetzen.
Alleine dadurch wäre ja bereits eine Menge gewonnen. Denn welches Arbeitsblatt oder welche Seite im Arbeitsbuch schaut sich ein Kind freiwillig zum zweiten Male an?

So ein Lapbook aber verführt zum Vorstellen und Zeigen, zum Präsentieren und Hineinschauen.
Ich kann mir vorstellen, dass es viel eher wertgeschätzt wird als Arbeitsmappen und Schreibhefte.
Ob das letztlich so sein wird, das wird sich zeigen.

Vorrangig sind in jedem Falle, zum jetzigen Zeitpunkt, die handlungsorientierten Unterrichtsinhalte.
Am Ende jeder Sequenz steht dann ein Element, das in das Lapbook wandern soll.

Ich bin mir sehr sicher, dass nicht alle Kinder am Ende alle Elemente eingeklebt haben werden.
Aber das muss auch nicht zwingend so sein.

Ganz sicher wird es beispielsweise auch mal eine Hausaufgabe geben, die sich mit dem Ausschneiden beschäftigt etc.
In der Hoffnung, dass das nicht Mama und Papa zur Schere greifen.

Einmal mit der Methode vertraut, kann ich mir aber sehr wohl vorstellen, dass sich ältere Kinder auf diese Art und Weise Inhalte selbstständig erschließen, vortragen und präsentieren.
Wie mit allen Dingen braucht das aber Zeit und eine solide Basis, die ersteinmal geschaffen werden will.

Nickname 06.05.2012, 12.44 | (4/2) Kommentare (RSS) | PL

Inhaltliche Festlegung

Die inhaltliche Festlegung fiel nun nicht sonderlich schwer, geht sie dennoch ein wenig über das hinaus, was der Lehrplan an Komepetenzerwartungen formuliert.

Folgende Themen werden wir bearbeiten:

1. die einzelnen Körperteile - Benennung - Wiedererkennen
2. unsere Sinne
3. Zähne
4. Gefühle
5. das Skelett, Knochen, Röntgenbilder
6. unser Gehirn
7. wichtige Organe
8. Lebenszyklus Mensch

Ja, das klingt jetzt erst einmal furchtbar erschlagen und bombastisch. Heruntergebrochen auf die Jahrgangsstufe 1 wird es dann nicht so komplex sein, wie es hier wirkt.

Die einzelnen Unterrichtssequenzen werden sich jeweils mit einer dieser Thematiken beschäftigen.
Am Ende der Sequenz steht dann immer das schrifltiche Fixieren im Lapbook.
Wobei schriftlich Fixieren wahrscheinlich nicht immer die relevante Aufgabenstellung sein wird.

In meinem Kopf nimmt das Lapbook schon Gestalt an.


Nickname 05.05.2012, 13.51 | (0/0) Kommentare | PL

Die Kunst, sich nicht zu verzetteln!

Das Thema Lapbooking führt auf derartig viele faszinierende und interessante Internetseiten, dass man zwischen all den tollen Ideen rasch den Überblick verlieren kann und oft aus dem Staunen nicht mehr heraus kommt.
Und all die vielen wunderbaren Beispiele verleiten dann dazu, zu denken: "Oh, wow, das ist toll, das möchte ich auch unbedingt machen!"
Am Ende steht man da mit tausend Ideen und umgeben vom gedanklichen Chaos und findet keinen Anfang und kein Ende.

Das ist dann immer der Moment, wo ich mir noch einmal schnell den Lehrplan vornehme, sozusagen, um mich "zu erden".

Zum Thema "menschlicher Körper" findet man im Lehrplan Sachunterricht NRW folgende Kompetenzerwartungen:







Weitaus geringere Erwartungen also, als man selber versucht abzudecken. Mir hilft es immer bei meinen Planungen und vor allem bei der Minimierung meiner Ideen und Überlegungen.
Während meiner Referendarszeit nannte sich das "die Kunst der didaktischen Reduktion".
Manchmal muss ich sie mir einfach nur wieder in Erinnerung rufen.

Nachdem ich also eine Grundvorlage für unser erstes Lapbook erstellt habe, lege ich heute fest, welche Inhalte ich im Unterricht mit den Kindern aufgreifen und dann natürlich im Lapbook festhalte möchte.
Das sind gleich mehrere Schritte und um mich eben nicht zu verzetteln, habe ich mir überlegt, wie folgt vorzugehen:

1. Inhalte festlegen
2. Unterrichtsinhalt möglichst handlungsorientiert planen
3. überlegen, wie die einzelnen inhaltlichen Elemente im Lapbook festgehalten werden
3.1 in welchem Inhaltsumfang
3.3 mit welcher Eigenleistung der Kinder
3.3 in welcher äußeren Form
4. dem Ganzen eine zeitliche struktur geben
5. Unterrichtsmaterial erstellen

Mal schauen, wie ich mit diesem Raster zurechtkommen werde.
Für ein Wochenende ein ganz schönes Programm, ob sich das zeitlich hier einrichten lässt an diesem Wochenende alles abzuarbeiten wage ich allerdings zu bezweifeln.

Einfach anfangen - wäre sicher sinnvoll!

Nickname 05.05.2012, 07.38 | (1/1) Kommentare (RSS) | PL

Lapbooking

Niemand ist begeisterungsfähiger als Grundschullehrerinnen, das habe ich in den  vergangenen Jahren immer wieder am eigenen Leibe erlebt. Und so ist es ganz natürlich, dass hin und wieder enthusiastische Strömungen entstehen, denen man sich nur schwerlich entziehen kann.
Momentan findet man in den gängigen schulischen Internetforen immer wieder ein Thema:
"Lapbooking" bzw. "Lapbooks".
Als selektive Leserin habe ich die entsprechenden Threads erst gar nicht angeklickt, weil ich dachte, es handle sich um Hilferufe von Usern, die einen neuen PC brauchen oder so.
Irgendwann war ich dann aber doch neugierig und stellte fest, dass Lapbooking nichts mit dem heimischen Netbook oder Laptop zu tun hat, sondern eine besondere Form ist, Inhalte zu bündeln, zu sammeln und zu präsentieren.

Ein Lapbook ist folglich nichts anderes als ein aufgehübschtes bzw. aufgepepptes Klappbuch mit zahlreichen Inhalten zu einem Thema, wobei sich die Inhalte in bzw. hinter kleinen Büchlein, Leporellos, Fächern, Briefumschlägen, Klappen und ähnlichen optisch sehr ansprechenden Spielereien verbergen.

Gibt man in die Bildersuchmaschine "Lapbook" ein, sieht man u.a. folgende Ergebnisse:



Auch mich zogen diese Bücher sofort in ihren Bann und aufmerksam verfolgte ich in den  Foren die Entwicklung und in anderen Blogs Unterrichtsbeispiele.
Die Ergebnisse sehen immer fantastisch aus und sehr überzeugend.

Ich schaute meinen Sachunterrichtsarbeitsplan an und überlegt, wie und in welcher Form ich mit den Kindern ein solches Lapbook erstellen könnte, wobei mir die ersten kritischen Gedanken kamen.

Ich wollte einen Inhalt erarbeiten, für die Kinder anschaulich sichern, das alles durch Kinderhand erstellen lassen, aber den Bastelaufwand nicht überwiegen lassen......

Sprich: Es stellte sich mir die Frage, geht hier das Grundschullehrerinnenherz wieder mit mir durch? Finde ich eine Sache hübsch, ohne dass sie eine Berechtigung hat?

Was sind die Vorteile vom Lapbooking, außer dass am Ende ein ansprechendes Buch entstanden ist, das möglicherweise zu Hause nicht sofort ins Altpapier wandert?
Lohnt der enorme Bastelaufwand?
Sind die Lerninhalte dadurch besser, langfristiger oder anders gesichert?

Oder erfreut so ein Buch doch eher mich und weniger die Kinder?

Nun kann man sich diese Frage stellen und wird sie nicht beantworten können, sofern man so ein Buch nicht einmal im Unterricht mit den Kindern erstellt hat.
Ich formulierte gedanklich aus, was mir wichtig ist:

** die Kinder sollen das Buch alleine erstellen, sprich, die Klebe- und Schneide- und Faltarbeiten selbstständig durchführen können

** die Bastelarbeit darf nicht über der inhaltlichen Arbeit stehen

** jedem inhaltlichen Element möchte ich im Anschluss an die Erarbeitung ein Element des Lapbooks widmen

** die Lapbooks müssen von der Größe so konzipiert sein, dass Erstklässler gut damit zurecht kommen

** um mich und die Kinder nicht sofort zu überfordern, wird der erste Schritt ein Lapbook sein, das alle Kinder mit denselben Elementen versehen

** wir lassen den kreativen Aspekt zunächst im Hintergrund - ist das Lapbook einmal eingeführt und hat sich bewährt, kann man darüber nachdenken, die Kinder individuell bestückte Klappbücher erstellen zu lassen

** wir werden uns dem Thema "Mein Körper" in Lapbookform widmen

** am Ende soll jedes Kind sein Lapbook ausgestaltet haben und darf es mit nach Hause nehmen

So weit also meine Vorüberlegungen.
Da es in der nächsten Woche losgehen soll, habe ich mich heute der äußeren Faltform gewidmet.
Da ich gestern Nachmittag beim Falten von Fotokarton feststellte, dass dieser nur schwer faltbar ist, bekommen die Kinder nun große Tonpapierbögen, aus denen sie nur ein kleines Stück ausschneiden müssen:












Ich hege ja die Hoffnung, dass das Buch so nett wird, dass es inhaltlich automatisch spannend und interessant wird für die Kinder und sie es immer wieder gerne zur Hand nehmen möchten.
Ob das so sein wird, das weiß ich natürlich noch nicht.

Ich habe heute den Ausschnitt auf die Bögen gezeichnet, so dass die Kinder ihre Grundform in der nächsten Woche rasch selber ausschneiden und unter Anleitung auch falten können.
Das Wochenende steht nun in der inhaltlichen Erarbeitung des Körper-Buches.

Es bleibt spannend!






Nickname 04.05.2012, 16.16 | (6/2) Kommentare (RSS) | PL

Es geht auch - wieder - anders!

Heute war ein guter Tag.
Nachdem ich heute früh zwar gehört hatte, dass in meiner gestrigen Abwesenheit nicht alles rund lief, dachte ich schon, es ginge so weiter, wie ich es gestern hier beschrieben hatte.
Dem war aber nicht so.

Zu Beginn des Tages haben wir gemeinsam überlegt, was uns in den letzten Tagen nicht gefallen hat und was wir ändern  können, damit es uns allen wieder gut geht in der Schule.
Zudem wurden klare Grenzen abgesteckt und Konsequenzen geklärt.

Das zerstörte Spielzeug muss von den entsprechenden Kindern ersetzt werden. Entweder per Sachleistung, durch Mitbringen eines neuen Schlägers oder aber durch Bezahlen der Schadenssumme.

Die verschwundenen Bälle sind Strafe genug, denn nun sind eben keine Bälle zum Spielen mehr vorhanden.
Da hier unklare Aussagen darüber vorliegen, wo denn die Bälle hin entschwunden sind, wer sie wohin geschossen hat und aus welchen Gründen, konnte zunächst nicht festgelegt werden, wer für den Verlust verantwortlich ist.

Die Kinder stellten fest, dass das komplette Spielzeug, das eher von den Mädchen gebraucht wird (Seile, Gummitwist, Pferdeleine) noch vollständig und unversehrt vorhanden ist.
Das Spielzeug, das von einigen Jungen stark frequentiert wird (Bälle, Tischtennisschläger, Frisbeesc heiben) fehlt, verschwunden oder kaputt ist.

Außerdem stelten wir fest, dass einige wenige Kinder das Spielzeug beständig dazu missbrauchen, anderen weh zu tun.
Diese Kinder haben bis auf weiteres Spielzeugverbot, da nicht einzusehen ist, dass andere Kinder immer unter denselben Kindern zu leiden haben.

Nach diesem kurzen Gespräch gingen die Kinder an die Arbeit und arbeiteten 35 Minuten absolut leise und konzentriert an ihrer Lernwortkartei.
Zwei Kinder arbeiteten im Kreis, da sie sich dort besser konzentrieren konnten.

Im Anschluss daran fand noch unser Klassenrat statt, ehe es in die Pause ging. Auch von den Fachlehrerinnen hörte ich heute nichts Negatives.

Ein rundum gelungener Freitag,  an dem wir nun alle ins hoffentlich schöne Wochenende starten!

Nickname 04.05.2012, 14.49 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL

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Termine:
  
 
Montag, 03.09.2012
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum