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Pinguin-Dienste-Schilder
Neben der gedanklichen Vorbereitung darf natürlich auch die ganz praktische Vorbereitung nicht fehlen. Aus diesem Grunde gibt es nun im Downloadbereich die ersten Pinguin-Dienste-Schilder.
Angelehnt an sämtliche Schilder aus dem Zaubereinmaleins. Diese entstanden aufgrund einer Forumsdiskussion.
Natürlich benötigt niemand dreißig oder mehr Schilder. Aber so kann man sich die Schilder aussuchen, die man nutzen möchte.
Angelehnt an sämtliche Schilder aus dem Zaubereinmaleins. Diese entstanden aufgrund einer Forumsdiskussion.
Natürlich benötigt niemand dreißig oder mehr Schilder. Aber so kann man sich die Schilder aussuchen, die man nutzen möchte.
21.05.2011, 16.32| (10/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: vor der Einschulung
Vier wahre Schätze
Ganz häufig passiert es mir, dass ich Bücher bestelle, die auf den ersten Blick vielversprechend, interessant und weiterbringend klingen, sich dann aber nach dem Lesen als nichtssagend und praxisuntauglich erweisen.
Aus diesem Grunde freue ich mich immer immens, wenn ich auf die wenigen wahren Schätze stoße, die die Literatur in Bezug auf Schule und Unterricht zu bieten hat.
Erstaunlicherweise sind das ganz häufig ältere Bücher.

Ute Andresen kann ich mit Sicherheit als Vorbild bezeichnen. Einige ihrer Bücher sind nichts anderes als Weblogs in Buchform und sie brachten mich seinerzeit erst auf die Idee, unseren Schulalltag in Worte und Bilder zu kleiden und in Form eines Blogs öffentlich zu machen.
Nun stieß ich in der letzten Woche auf "Ausflüge in die Wirklichkeit" , ein Buch aus dem Jahre 2000., das ich unmittelbar "verschlungen" habe und das wieder einmal auf unnachahmliche Weise Praxis und Theorie vereint und verbindet. In vielen Gedanken finde ich mich wieder, andere bringen mich auf neue Ideen und meine Wahrnehmung wird auch einmal in andere Richtungen verschoben.
Ein wunderbares Buch.
Noch ein paar Jahre älter, nämlich aus dem Jahre 1997, stammt das Buch "Offener Unterricht zum Schulanfang" von Bärbel Nicolas.
Die vielen Ideen darin sind selbstredend nun nicht mehr neu, aber gerade wenn man eine neue Eins übernimmt, kann man sich damit viele Anregungen in Erinnerung rufen oder überdenken.
Ganz und gar praxisorientiert ist dann "Hilfreiche Rituale im Grundschulalltag" , aus dem Jahre 2007.
Nicht nur für Klasse 1, sondern für alle Jahrgänge der Grundschule werden hier kurz und knapp Ideen und Anregungen für die Praxis gegeben.
Ganz besonders gefreut habe ich mich über das Buch "In Zukunft lernen wir anders" von Ulrike Kegler.
Es gibt sie also doch: Die Visionäre und Idealisten, die ohne missionarischen Eifer, aber dennoch voller Inbrunst und Feuereifer, getrieben von Visionen und Idealen ihren Weg beschreiten und denen es gelingt, andere Menschen mitzureißen.
Unbeschönigt kann man hier einen steinigen Weg verfolgen, der letztlich zu einer wunderbaren Schule führt.
Ein Buch, das Mut macht und motiviert - gäbe es nur mehr solcher Menschen und Bücher!
Interessanterweise fanden sich in all jenen Bücher Überlegungen zur Sitzordnung. Noch interessanter war die Tatsache, dass der Grundtenor letztlich fortführte von einer festen Sitzordnung und hin zu einer flexiblen, beweglichen Klasse.
Nicht jedes Kind hat einen festen Sitzplatz am Tisch, aber es stehen viele Alternativen zur Verfügung.
So bin ich wieder bei der Sitzordnung angelangt. Ein Thema, das mich bis zum Tag der Einschulung nicht loslassen wird.
Aus diesem Grunde freue ich mich immer immens, wenn ich auf die wenigen wahren Schätze stoße, die die Literatur in Bezug auf Schule und Unterricht zu bieten hat.
Erstaunlicherweise sind das ganz häufig ältere Bücher.

Ute Andresen kann ich mit Sicherheit als Vorbild bezeichnen. Einige ihrer Bücher sind nichts anderes als Weblogs in Buchform und sie brachten mich seinerzeit erst auf die Idee, unseren Schulalltag in Worte und Bilder zu kleiden und in Form eines Blogs öffentlich zu machen.
Nun stieß ich in der letzten Woche auf "Ausflüge in die Wirklichkeit" , ein Buch aus dem Jahre 2000., das ich unmittelbar "verschlungen" habe und das wieder einmal auf unnachahmliche Weise Praxis und Theorie vereint und verbindet. In vielen Gedanken finde ich mich wieder, andere bringen mich auf neue Ideen und meine Wahrnehmung wird auch einmal in andere Richtungen verschoben.
Ein wunderbares Buch.
Noch ein paar Jahre älter, nämlich aus dem Jahre 1997, stammt das Buch "Offener Unterricht zum Schulanfang" von Bärbel Nicolas.
Die vielen Ideen darin sind selbstredend nun nicht mehr neu, aber gerade wenn man eine neue Eins übernimmt, kann man sich damit viele Anregungen in Erinnerung rufen oder überdenken.
Ganz und gar praxisorientiert ist dann "Hilfreiche Rituale im Grundschulalltag" , aus dem Jahre 2007.
Nicht nur für Klasse 1, sondern für alle Jahrgänge der Grundschule werden hier kurz und knapp Ideen und Anregungen für die Praxis gegeben.
Ganz besonders gefreut habe ich mich über das Buch "In Zukunft lernen wir anders" von Ulrike Kegler.
Es gibt sie also doch: Die Visionäre und Idealisten, die ohne missionarischen Eifer, aber dennoch voller Inbrunst und Feuereifer, getrieben von Visionen und Idealen ihren Weg beschreiten und denen es gelingt, andere Menschen mitzureißen.
Unbeschönigt kann man hier einen steinigen Weg verfolgen, der letztlich zu einer wunderbaren Schule führt.
Ein Buch, das Mut macht und motiviert - gäbe es nur mehr solcher Menschen und Bücher!
Interessanterweise fanden sich in all jenen Bücher Überlegungen zur Sitzordnung. Noch interessanter war die Tatsache, dass der Grundtenor letztlich fortführte von einer festen Sitzordnung und hin zu einer flexiblen, beweglichen Klasse.
Nicht jedes Kind hat einen festen Sitzplatz am Tisch, aber es stehen viele Alternativen zur Verfügung.
So bin ich wieder bei der Sitzordnung angelangt. Ein Thema, das mich bis zum Tag der Einschulung nicht loslassen wird.
21.05.2011, 13.48| (4/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: vor der Einschulung
Die Anlauttabelle
Ich hinke meinem eigenen Arbeitsplan hinterher. Das liegt daran, dass ich gedanklich immer noch um die Anlauttabelle kreise.
Die Anregung, die ich hier in mehreren Kommentaren fand, jedes Kind möge sich doch eine eigene Anlauttabelle erstellen, habe ich lange für mich und mit mir alleine diskutiert.
Neben aller wichtigen und dringend nötigen Individualisierung, stehen für mich immer auch zwei weitere Frage im Raum:
1. In welchem Zusammenhang stehen Aufwand und Nutzen?
2. Was ist für mich persönlich leistbar, machbar, schaffbar?
Diese beiden Fragen habe ich mir somit auch im Zusammenhang mit der Anlauttabelle gestellt und bin zu folgenden Gedanken gekommen.
Der Aufwand, individuelle Anlauttabellen zu erstellen steht - und das ist selbstverständlich wie alle Gedankengänge hier im Blog nur meine persönliche Meinung - in keiner vernünftigen Relation zum Nutzen.
Mir hat sich der Vorteil der Methode, abgesehen von der Individualisierung, nicht erschlossen. Ich stelle mir also vor, wie jedes der 30 Kinder sich nun eigene Bildchen malt.
Ich habe am Ende 30 unterschiedliche und individuelle Anlauttabellen, kann aber mein Material nicht auf jede einzelne Tabelle abstimmen.
Mal abgesehen davon, dass ich jede Tabelle ja auch auf Richtigkeit nachschauen muss, einige Bilder wahrscheinlich kaum erkennbar sein werden und der Zeitfaktor ein so immenser sein wird, dass er die Vorteile der Indiviualisierung gleich wieder nichtig macht.
Brauchen die Kinder an dieser Stelle diese Individualisierung? Bringt es sie weiter? Oder ist es Individualisierung zum reinen Selbstzweck?
Und überleitend zu meiner zweiten Frage: Ist das für mich als Lehrerin leistbar?
Ist der Nutzen so hoch, dass ich mir die Zeit nehmen muss oder ist er das eher nicht?
Gehört eine individuelle Anlauttabelle zum absoluten MUSS in einem neu strukturierten Unterricht?
Oder ist es eine jener individuellen Neuerungen, die nach außen gut ausschauen, aber vom Ursprung her unnötig sind?
Wie in allen Bereichen der Pädagogik muss da wahrscheinlich jeder seinen eigen Weg finden und gehen.
Vor einigen Jahren hätte ich mich mit Sicherheit auf diese Idee gestürzt und sie umgesetzt.
Unreflektiert. Neu und innovativ und individuell - das war ein MUSS.
Heute gibt es keine MUSS mehr für mich, nur noch KANN.
Für mich war schnell klar, dass das nicht mein Weg sein wird.
Andererseits habe ich ein Problem mit den bestehenden Anlauttabellen.
Arbeiten kann ich mit jeder. Das Problem liegt darin, dass ich das meiste Material selber erstelle und wenn ich eine fertige Anlauttabelle nutze bin ich eingeschränkt.
Aus diesem Grunde werde ich eine eigene Anlauttabelle erstellen, orientiert an jenen Tabellen, die ich aus verschiedenen Gründen selber favorisiere.
Dazu kann ich dann beliebig Material erstellen und verlagsunabhängig agieren.
Das ist mir wichtig.
Man muss nicht das Rad neu erfinden - zumindest nicht immer - aber man kann jedem Rad eine neue Richtung geben.
Die Anregung, die ich hier in mehreren Kommentaren fand, jedes Kind möge sich doch eine eigene Anlauttabelle erstellen, habe ich lange für mich und mit mir alleine diskutiert.
Neben aller wichtigen und dringend nötigen Individualisierung, stehen für mich immer auch zwei weitere Frage im Raum:
1. In welchem Zusammenhang stehen Aufwand und Nutzen?
2. Was ist für mich persönlich leistbar, machbar, schaffbar?
Diese beiden Fragen habe ich mir somit auch im Zusammenhang mit der Anlauttabelle gestellt und bin zu folgenden Gedanken gekommen.
Der Aufwand, individuelle Anlauttabellen zu erstellen steht - und das ist selbstverständlich wie alle Gedankengänge hier im Blog nur meine persönliche Meinung - in keiner vernünftigen Relation zum Nutzen.
Mir hat sich der Vorteil der Methode, abgesehen von der Individualisierung, nicht erschlossen. Ich stelle mir also vor, wie jedes der 30 Kinder sich nun eigene Bildchen malt.
Ich habe am Ende 30 unterschiedliche und individuelle Anlauttabellen, kann aber mein Material nicht auf jede einzelne Tabelle abstimmen.
Mal abgesehen davon, dass ich jede Tabelle ja auch auf Richtigkeit nachschauen muss, einige Bilder wahrscheinlich kaum erkennbar sein werden und der Zeitfaktor ein so immenser sein wird, dass er die Vorteile der Indiviualisierung gleich wieder nichtig macht.
Brauchen die Kinder an dieser Stelle diese Individualisierung? Bringt es sie weiter? Oder ist es Individualisierung zum reinen Selbstzweck?
Und überleitend zu meiner zweiten Frage: Ist das für mich als Lehrerin leistbar?
Ist der Nutzen so hoch, dass ich mir die Zeit nehmen muss oder ist er das eher nicht?
Gehört eine individuelle Anlauttabelle zum absoluten MUSS in einem neu strukturierten Unterricht?
Oder ist es eine jener individuellen Neuerungen, die nach außen gut ausschauen, aber vom Ursprung her unnötig sind?
Wie in allen Bereichen der Pädagogik muss da wahrscheinlich jeder seinen eigen Weg finden und gehen.
Vor einigen Jahren hätte ich mich mit Sicherheit auf diese Idee gestürzt und sie umgesetzt.
Unreflektiert. Neu und innovativ und individuell - das war ein MUSS.
Heute gibt es keine MUSS mehr für mich, nur noch KANN.
Für mich war schnell klar, dass das nicht mein Weg sein wird.
Andererseits habe ich ein Problem mit den bestehenden Anlauttabellen.
Arbeiten kann ich mit jeder. Das Problem liegt darin, dass ich das meiste Material selber erstelle und wenn ich eine fertige Anlauttabelle nutze bin ich eingeschränkt.
Aus diesem Grunde werde ich eine eigene Anlauttabelle erstellen, orientiert an jenen Tabellen, die ich aus verschiedenen Gründen selber favorisiere.
Dazu kann ich dann beliebig Material erstellen und verlagsunabhängig agieren.
Das ist mir wichtig.
Man muss nicht das Rad neu erfinden - zumindest nicht immer - aber man kann jedem Rad eine neue Richtung geben.
21.05.2011, 12.57| (5/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: vor der Einschulung
Schnupperstunde
Bislang habe ich alle neuen Erstkläßler ein- bis zweimal kurz in kleinen Gruppen erleben dürfen. Im unteren Flur unserer Schule hingen bis vor kurzem die Fotos aller zukünftigen Schüler und Schülerinnen oder ihre gemalten Portraits, so dass für jeden sichtbar war, wer bald zu uns in die Schule kommen wird.
Im Zuge der vorläufigen Klasseneinteilung haben wir diese Bilder erst vor wenigen Tagen abgenommen.
In den vergangenen Jahren konnten die zukünftigen Schulkinder immer in Kleingruppen zwei Stunden lang am Unterricht der 2. Klassen teilnehmen.
Warum das ausgerechnet die zweiten Schuljahre waren, kann ich nicht sagen, da das festgelegt wurde bevor ich an die Schule kam.
Als Zweitklasslehrerin fand ich extrem anstrengend und aufwendig, dass fünfmal je eine Gruppe von bis zu sieben Kindern für zwei Stunden in meinen Unterricht kam.
Der organisatorische Aufwand war sehr hoch, so dass wir uns in diesem Jahr erstmalig für eine andere Vorgehensweise entschieden haben.
Eingeschult werden im Sommer nahezu neunzig Kinder an unserer Schule.
Wir werden drei Klassen bilden, eine davon wird eben die "Pinguin-Klasse" sein.
Am Montag haben nun alle zukünftigen Schulkinder die Möglichkeit für eine Zeitstunde zu uns zu kommen.
Eigens dafür angeschafft haben wir die Schulkindpässe aus dem ALS Verlag. Jedes Kind wird am Montag einen solchen Pass erhalten und in der Turnhalle bauen wir 20 interessante Stationen auf, die von unseren Viertkläßlern und uns betreut werden.

Die Stationen lehnen sich inhalt an den Schulkindpass an und für alle erfolgreich absolvierten Stationen gibt es selbstverständlich einen Stempel in den Pass.
Die Pässe nehmen die Kinder anschließend mit nach Hause und können sie dort bis zur Einschulung gegebebenfalls vervollständigen.
Organisatorisch wird es so ablaufen, dass die zukünftigen Erstkläßler in den voraussichtlichen neuen Lerngruppen hier eintreffen. Während die Eltern in unserem Konferenzraum nett bewirtet werden, hier geht der Dank an unseren Förderverein, verbleiben die Kinder in der Turnhalle und werden je von einem vierten Schuljahr und zwei Kolleginnen betreut.
Das heißt, es kommen drei Gruppen zu uns und die Turnhalle bleibt an diesem Vormittag den neuen Schülern vorbehalten.
Spannend ist dies aus vielerlei Gründen. Zum einen treffen die Großen, die, die bald unsere Schule verlassen auf jene Kinder, die nachfolgen.
Als Lehrerin sehe ich so ganz unmittelbar den deutlichen Unterschied zwischen beiden Lerngruppen und Abschied und Neuanfang werden so zu einem großen Ganzen.
Die Viertkläßler übernehmen an diesem Tag anleitende Verantwortung, die Erstkläßler erfahren persönliche Zuwendung und Hilfestellung.
Zum anderen erlebe ich erstmalig meine voraussichtliche zukünftige Klasse gemeinsam als Gruppe und freue mich darauf.
Natürlich wird das wuselig werden.
Vielleicht mag der ein oder andere sich noch nicht von Mama oder Papa trennen, vielleicht gibt es Tränen oder erste kleine Machtkämpfe.
Es wird stille Kinder geben, die abwartend beobachten und jene, die sofort agieren und mitmachen.
Vor allem wird es aber eine Feuertaufe für meine Geduld. Jetzt, bei den Viertkläßlern ist Untericht ein Selbstläufer. Auch, wenn ich die Klasse erst im Dezember übernommen habe, agiere ich nur am Rande, begleite lediglich, muss nicht viel erklären und kann mich sehr zurücknehmen.
Mir ist bewusst, dass es mit den Erstkläßlern wieder ganz anders sein wird.
Sprache und Gestik muss sich meinerseits ändern und auf das jüngere Alter einstellen.
Ich muss reduzieren und darf nicht all das voraussetzen, was in Klasse 4 zur Sebstverständlichkeit geworden ist.
Vor allem aber muss ich jedes einzelne Kind erst kennenlernen, wahrnehmen und mir bewusst machen, dass jedes Kind anders ist, denn anders sein ist normal.
Ich freue mich auf Montag, auf jedes einzelne Kind, auf das Lebendige und Neue, gepaart mit dem Altem und Vertrauten.
Ob sich die neue Organisationsform bewährt kann ich erst Montag sagen.
Spannend bleibt es allemal.
Im Zuge der vorläufigen Klasseneinteilung haben wir diese Bilder erst vor wenigen Tagen abgenommen.
In den vergangenen Jahren konnten die zukünftigen Schulkinder immer in Kleingruppen zwei Stunden lang am Unterricht der 2. Klassen teilnehmen.
Warum das ausgerechnet die zweiten Schuljahre waren, kann ich nicht sagen, da das festgelegt wurde bevor ich an die Schule kam.
Als Zweitklasslehrerin fand ich extrem anstrengend und aufwendig, dass fünfmal je eine Gruppe von bis zu sieben Kindern für zwei Stunden in meinen Unterricht kam.
Der organisatorische Aufwand war sehr hoch, so dass wir uns in diesem Jahr erstmalig für eine andere Vorgehensweise entschieden haben.
Eingeschult werden im Sommer nahezu neunzig Kinder an unserer Schule.
Wir werden drei Klassen bilden, eine davon wird eben die "Pinguin-Klasse" sein.
Am Montag haben nun alle zukünftigen Schulkinder die Möglichkeit für eine Zeitstunde zu uns zu kommen.
Eigens dafür angeschafft haben wir die Schulkindpässe aus dem ALS Verlag. Jedes Kind wird am Montag einen solchen Pass erhalten und in der Turnhalle bauen wir 20 interessante Stationen auf, die von unseren Viertkläßlern und uns betreut werden.

Die Stationen lehnen sich inhalt an den Schulkindpass an und für alle erfolgreich absolvierten Stationen gibt es selbstverständlich einen Stempel in den Pass.
Die Pässe nehmen die Kinder anschließend mit nach Hause und können sie dort bis zur Einschulung gegebebenfalls vervollständigen.
Organisatorisch wird es so ablaufen, dass die zukünftigen Erstkläßler in den voraussichtlichen neuen Lerngruppen hier eintreffen. Während die Eltern in unserem Konferenzraum nett bewirtet werden, hier geht der Dank an unseren Förderverein, verbleiben die Kinder in der Turnhalle und werden je von einem vierten Schuljahr und zwei Kolleginnen betreut.
Das heißt, es kommen drei Gruppen zu uns und die Turnhalle bleibt an diesem Vormittag den neuen Schülern vorbehalten.
Spannend ist dies aus vielerlei Gründen. Zum einen treffen die Großen, die, die bald unsere Schule verlassen auf jene Kinder, die nachfolgen.
Als Lehrerin sehe ich so ganz unmittelbar den deutlichen Unterschied zwischen beiden Lerngruppen und Abschied und Neuanfang werden so zu einem großen Ganzen.
Die Viertkläßler übernehmen an diesem Tag anleitende Verantwortung, die Erstkläßler erfahren persönliche Zuwendung und Hilfestellung.
Zum anderen erlebe ich erstmalig meine voraussichtliche zukünftige Klasse gemeinsam als Gruppe und freue mich darauf.
Natürlich wird das wuselig werden.
Vielleicht mag der ein oder andere sich noch nicht von Mama oder Papa trennen, vielleicht gibt es Tränen oder erste kleine Machtkämpfe.
Es wird stille Kinder geben, die abwartend beobachten und jene, die sofort agieren und mitmachen.
Vor allem wird es aber eine Feuertaufe für meine Geduld. Jetzt, bei den Viertkläßlern ist Untericht ein Selbstläufer. Auch, wenn ich die Klasse erst im Dezember übernommen habe, agiere ich nur am Rande, begleite lediglich, muss nicht viel erklären und kann mich sehr zurücknehmen.
Mir ist bewusst, dass es mit den Erstkläßlern wieder ganz anders sein wird.
Sprache und Gestik muss sich meinerseits ändern und auf das jüngere Alter einstellen.
Ich muss reduzieren und darf nicht all das voraussetzen, was in Klasse 4 zur Sebstverständlichkeit geworden ist.
Vor allem aber muss ich jedes einzelne Kind erst kennenlernen, wahrnehmen und mir bewusst machen, dass jedes Kind anders ist, denn anders sein ist normal.
Ich freue mich auf Montag, auf jedes einzelne Kind, auf das Lebendige und Neue, gepaart mit dem Altem und Vertrauten.
Ob sich die neue Organisationsform bewährt kann ich erst Montag sagen.
Spannend bleibt es allemal.
21.05.2011, 12.11| (0/0) Kommentare | PL | einsortiert in: vor der Einschulung

Termine:
Montag, 03.09.2012
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum





