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Lapbooking
Niemand ist begeisterungsfähiger als Grundschullehrerinnen, das habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder am eigenen Leibe erlebt. Und so ist es ganz natürlich, dass hin und wieder enthusiastische Strömungen entstehen, denen man sich nur schwerlich entziehen kann.
Momentan findet man in den gängigen schulischen Internetforen immer wieder ein Thema:
"Lapbooking" bzw. "Lapbooks".
Als selektive Leserin habe ich die entsprechenden Threads erst gar nicht angeklickt, weil ich dachte, es handle sich um Hilferufe von Usern, die einen neuen PC brauchen oder so.
Irgendwann war ich dann aber doch neugierig und stellte fest, dass Lapbooking nichts mit dem heimischen Netbook oder Laptop zu tun hat, sondern eine besondere Form ist, Inhalte zu bündeln, zu sammeln und zu präsentieren.
Ein Lapbook ist folglich nichts anderes als ein aufgehübschtes bzw. aufgepepptes Klappbuch mit zahlreichen Inhalten zu einem Thema, wobei sich die Inhalte in bzw. hinter kleinen Büchlein, Leporellos, Fächern, Briefumschlägen, Klappen und ähnlichen optisch sehr ansprechenden Spielereien verbergen.
Gibt man in die Bildersuchmaschine "Lapbook" ein, sieht man u.a. folgende Ergebnisse:

Momentan findet man in den gängigen schulischen Internetforen immer wieder ein Thema:
"Lapbooking" bzw. "Lapbooks".
Als selektive Leserin habe ich die entsprechenden Threads erst gar nicht angeklickt, weil ich dachte, es handle sich um Hilferufe von Usern, die einen neuen PC brauchen oder so.
Irgendwann war ich dann aber doch neugierig und stellte fest, dass Lapbooking nichts mit dem heimischen Netbook oder Laptop zu tun hat, sondern eine besondere Form ist, Inhalte zu bündeln, zu sammeln und zu präsentieren.
Ein Lapbook ist folglich nichts anderes als ein aufgehübschtes bzw. aufgepepptes Klappbuch mit zahlreichen Inhalten zu einem Thema, wobei sich die Inhalte in bzw. hinter kleinen Büchlein, Leporellos, Fächern, Briefumschlägen, Klappen und ähnlichen optisch sehr ansprechenden Spielereien verbergen.
Gibt man in die Bildersuchmaschine "Lapbook" ein, sieht man u.a. folgende Ergebnisse:

Auch mich zogen diese Bücher sofort in ihren Bann und aufmerksam verfolgte ich in den Foren die Entwicklung und in anderen Blogs Unterrichtsbeispiele.
Die Ergebnisse sehen immer fantastisch aus und sehr überzeugend.
Ich schaute meinen Sachunterrichtsarbeitsplan an und überlegt, wie und in welcher Form ich mit den Kindern ein solches Lapbook erstellen könnte, wobei mir die ersten kritischen Gedanken kamen.
Ich wollte einen Inhalt erarbeiten, für die Kinder anschaulich sichern, das alles durch Kinderhand erstellen lassen, aber den Bastelaufwand nicht überwiegen lassen......
Sprich: Es stellte sich mir die Frage, geht hier das Grundschullehrerinnenherz wieder mit mir durch? Finde ich eine Sache hübsch, ohne dass sie eine Berechtigung hat?
Was sind die Vorteile vom Lapbooking, außer dass am Ende ein ansprechendes Buch entstanden ist, das möglicherweise zu Hause nicht sofort ins Altpapier wandert?
Lohnt der enorme Bastelaufwand?
Sind die Lerninhalte dadurch besser, langfristiger oder anders gesichert?
Oder erfreut so ein Buch doch eher mich und weniger die Kinder?
Nun kann man sich diese Frage stellen und wird sie nicht beantworten können, sofern man so ein Buch nicht einmal im Unterricht mit den Kindern erstellt hat.
Ich formulierte gedanklich aus, was mir wichtig ist:
** die Kinder sollen das Buch alleine erstellen, sprich, die Klebe- und Schneide- und Faltarbeiten selbstständig durchführen können
** die Bastelarbeit darf nicht über der inhaltlichen Arbeit stehen
** jedem inhaltlichen Element möchte ich im Anschluss an die Erarbeitung ein Element des Lapbooks widmen
** die Lapbooks müssen von der Größe so konzipiert sein, dass Erstklässler gut damit zurecht kommen
** um mich und die Kinder nicht sofort zu überfordern, wird der erste Schritt ein Lapbook sein, das alle Kinder mit denselben Elementen versehen
** wir lassen den kreativen Aspekt zunächst im Hintergrund - ist das Lapbook einmal eingeführt und hat sich bewährt, kann man darüber nachdenken, die Kinder individuell bestückte Klappbücher erstellen zu lassen
** wir werden uns dem Thema "Mein Körper" in Lapbookform widmen
** am Ende soll jedes Kind sein Lapbook ausgestaltet haben und darf es mit nach Hause nehmen
So weit also meine Vorüberlegungen.
Da es in der nächsten Woche losgehen soll, habe ich mich heute der äußeren Faltform gewidmet.
Da ich gestern Nachmittag beim Falten von Fotokarton feststellte, dass dieser nur schwer faltbar ist, bekommen die Kinder nun große Tonpapierbögen, aus denen sie nur ein kleines Stück ausschneiden müssen:




Die Ergebnisse sehen immer fantastisch aus und sehr überzeugend.
Ich schaute meinen Sachunterrichtsarbeitsplan an und überlegt, wie und in welcher Form ich mit den Kindern ein solches Lapbook erstellen könnte, wobei mir die ersten kritischen Gedanken kamen.
Ich wollte einen Inhalt erarbeiten, für die Kinder anschaulich sichern, das alles durch Kinderhand erstellen lassen, aber den Bastelaufwand nicht überwiegen lassen......
Sprich: Es stellte sich mir die Frage, geht hier das Grundschullehrerinnenherz wieder mit mir durch? Finde ich eine Sache hübsch, ohne dass sie eine Berechtigung hat?
Was sind die Vorteile vom Lapbooking, außer dass am Ende ein ansprechendes Buch entstanden ist, das möglicherweise zu Hause nicht sofort ins Altpapier wandert?
Lohnt der enorme Bastelaufwand?
Sind die Lerninhalte dadurch besser, langfristiger oder anders gesichert?
Oder erfreut so ein Buch doch eher mich und weniger die Kinder?
Nun kann man sich diese Frage stellen und wird sie nicht beantworten können, sofern man so ein Buch nicht einmal im Unterricht mit den Kindern erstellt hat.
Ich formulierte gedanklich aus, was mir wichtig ist:
** die Kinder sollen das Buch alleine erstellen, sprich, die Klebe- und Schneide- und Faltarbeiten selbstständig durchführen können
** die Bastelarbeit darf nicht über der inhaltlichen Arbeit stehen
** jedem inhaltlichen Element möchte ich im Anschluss an die Erarbeitung ein Element des Lapbooks widmen
** die Lapbooks müssen von der Größe so konzipiert sein, dass Erstklässler gut damit zurecht kommen
** um mich und die Kinder nicht sofort zu überfordern, wird der erste Schritt ein Lapbook sein, das alle Kinder mit denselben Elementen versehen
** wir lassen den kreativen Aspekt zunächst im Hintergrund - ist das Lapbook einmal eingeführt und hat sich bewährt, kann man darüber nachdenken, die Kinder individuell bestückte Klappbücher erstellen zu lassen
** wir werden uns dem Thema "Mein Körper" in Lapbookform widmen
** am Ende soll jedes Kind sein Lapbook ausgestaltet haben und darf es mit nach Hause nehmen
So weit also meine Vorüberlegungen.
Da es in der nächsten Woche losgehen soll, habe ich mich heute der äußeren Faltform gewidmet.
Da ich gestern Nachmittag beim Falten von Fotokarton feststellte, dass dieser nur schwer faltbar ist, bekommen die Kinder nun große Tonpapierbögen, aus denen sie nur ein kleines Stück ausschneiden müssen:




Ich hege ja die Hoffnung, dass das Buch so nett wird, dass es inhaltlich automatisch spannend und interessant wird für die Kinder und sie es immer wieder gerne zur Hand nehmen möchten.
Ob das so sein wird, das weiß ich natürlich noch nicht.
Ich habe heute den Ausschnitt auf die Bögen gezeichnet, so dass die Kinder ihre Grundform in der nächsten Woche rasch selber ausschneiden und unter Anleitung auch falten können.
Das Wochenende steht nun in der inhaltlichen Erarbeitung des Körper-Buches.
Es bleibt spannend!
Ob das so sein wird, das weiß ich natürlich noch nicht.
Ich habe heute den Ausschnitt auf die Bögen gezeichnet, so dass die Kinder ihre Grundform in der nächsten Woche rasch selber ausschneiden und unter Anleitung auch falten können.
Das Wochenende steht nun in der inhaltlichen Erarbeitung des Körper-Buches.
Es bleibt spannend!
04.05.2012, 16.16| (6/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr
Es geht auch - wieder - anders!
Heute war ein guter Tag.
Nachdem ich heute früh zwar gehört hatte, dass in meiner gestrigen Abwesenheit nicht alles rund lief, dachte ich schon, es ginge so weiter, wie ich es gestern hier beschrieben hatte.
Dem war aber nicht so.
Zu Beginn des Tages haben wir gemeinsam überlegt, was uns in den letzten Tagen nicht gefallen hat und was wir ändern können, damit es uns allen wieder gut geht in der Schule.
Zudem wurden klare Grenzen abgesteckt und Konsequenzen geklärt.
Das zerstörte Spielzeug muss von den entsprechenden Kindern ersetzt werden. Entweder per Sachleistung, durch Mitbringen eines neuen Schlägers oder aber durch Bezahlen der Schadenssumme.
Die verschwundenen Bälle sind Strafe genug, denn nun sind eben keine Bälle zum Spielen mehr vorhanden.
Da hier unklare Aussagen darüber vorliegen, wo denn die Bälle hin entschwunden sind, wer sie wohin geschossen hat und aus welchen Gründen, konnte zunächst nicht festgelegt werden, wer für den Verlust verantwortlich ist.
Die Kinder stellten fest, dass das komplette Spielzeug, das eher von den Mädchen gebraucht wird (Seile, Gummitwist, Pferdeleine) noch vollständig und unversehrt vorhanden ist.
Das Spielzeug, das von einigen Jungen stark frequentiert wird (Bälle, Tischtennisschläger, Frisbeesc heiben) fehlt, verschwunden oder kaputt ist.
Außerdem stelten wir fest, dass einige wenige Kinder das Spielzeug beständig dazu missbrauchen, anderen weh zu tun.
Diese Kinder haben bis auf weiteres Spielzeugverbot, da nicht einzusehen ist, dass andere Kinder immer unter denselben Kindern zu leiden haben.
Nach diesem kurzen Gespräch gingen die Kinder an die Arbeit und arbeiteten 35 Minuten absolut leise und konzentriert an ihrer Lernwortkartei.
Zwei Kinder arbeiteten im Kreis, da sie sich dort besser konzentrieren konnten.
Im Anschluss daran fand noch unser Klassenrat statt, ehe es in die Pause ging. Auch von den Fachlehrerinnen hörte ich heute nichts Negatives.
Ein rundum gelungener Freitag, an dem wir nun alle ins hoffentlich schöne Wochenende starten!
Nachdem ich heute früh zwar gehört hatte, dass in meiner gestrigen Abwesenheit nicht alles rund lief, dachte ich schon, es ginge so weiter, wie ich es gestern hier beschrieben hatte.
Dem war aber nicht so.
Zu Beginn des Tages haben wir gemeinsam überlegt, was uns in den letzten Tagen nicht gefallen hat und was wir ändern können, damit es uns allen wieder gut geht in der Schule.
Zudem wurden klare Grenzen abgesteckt und Konsequenzen geklärt.
Das zerstörte Spielzeug muss von den entsprechenden Kindern ersetzt werden. Entweder per Sachleistung, durch Mitbringen eines neuen Schlägers oder aber durch Bezahlen der Schadenssumme.
Die verschwundenen Bälle sind Strafe genug, denn nun sind eben keine Bälle zum Spielen mehr vorhanden.
Da hier unklare Aussagen darüber vorliegen, wo denn die Bälle hin entschwunden sind, wer sie wohin geschossen hat und aus welchen Gründen, konnte zunächst nicht festgelegt werden, wer für den Verlust verantwortlich ist.
Die Kinder stellten fest, dass das komplette Spielzeug, das eher von den Mädchen gebraucht wird (Seile, Gummitwist, Pferdeleine) noch vollständig und unversehrt vorhanden ist.
Das Spielzeug, das von einigen Jungen stark frequentiert wird (Bälle, Tischtennisschläger, Frisbeesc heiben) fehlt, verschwunden oder kaputt ist.
Außerdem stelten wir fest, dass einige wenige Kinder das Spielzeug beständig dazu missbrauchen, anderen weh zu tun.
Diese Kinder haben bis auf weiteres Spielzeugverbot, da nicht einzusehen ist, dass andere Kinder immer unter denselben Kindern zu leiden haben.
Nach diesem kurzen Gespräch gingen die Kinder an die Arbeit und arbeiteten 35 Minuten absolut leise und konzentriert an ihrer Lernwortkartei.
Zwei Kinder arbeiteten im Kreis, da sie sich dort besser konzentrieren konnten.
Im Anschluss daran fand noch unser Klassenrat statt, ehe es in die Pause ging. Auch von den Fachlehrerinnen hörte ich heute nichts Negatives.
Ein rundum gelungener Freitag, an dem wir nun alle ins hoffentlich schöne Wochenende starten!
04.05.2012, 14.49| (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Termine:
Montag, 03.09.2012
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum




