Pinguin-Klasse
2013
<<< Mai >>>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
  0102030405
06070809101112
13141516171819
20212223242526
2728293031  

Katharina:
Hallo, liebe Susanne,Habe jetzt im 2. Schulja
...mehr

Martina:
Hallo! Dieser Buchhalter ist ja toll! Wo hast
...mehr

Ulrike :
Der Lesetest ist total super. Hast du viellei
...mehr

hgf:
super süß :)
...mehr

Sabine:
Liebe Susanne,dein Arbeitsplan war dieses Jah
...mehr

Albert:
Das ist ein schöner Lesetest. Meine Schülerin
...mehr

Grace:
Liebe Susanne,wo finde ich das Schild für den
...mehr

:
;) :cool:
...mehr

Lukasz:
Vielen Dank für diese Materialien, ich werde
...mehr

Maria:
Ich nochmal.... Ich muss gar nicht bis Weihna
...mehr



Einträge ges.: 193
ø pro Tag: 0,2
Kommentare: 1246
ø pro Eintrag: 6,5
Online seit dem: 01.01.2011
in Tagen: 870

Heute arbeite ich mal nicht

Gestern kam ein Kind zu mir und erklärte:


"Heute arbeite ich mal nicht, ich habe keine Lust!"


Auf meine Frage, was es denn dann machen wolle, sprach das Kind:

"Nichts!"

"Ist dir dann nicht langweilig?"

"Nein, ich schaue den anderen beim Arbeiten zu. Mein Papa sagt auch immer, die schönste Arbeit ist die, die die anderen machen."


Nickname 08.10.2011, 07.36 | (1/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: O-Töne

Nach vier Schulwochen

Nachdem wir uns gestern 20 Minuten lang einem Konzentrationsmini gewidmet hatten, konnten die Kinder in einem vorgegebenen Rahmen anschließend wählen, woran und womit sie arbeiten wollten.









Nach wir vor findet die Herbstwerkstatt da den meisten Anklang. Aber einige Kinder entschieden sich auch für das Rechenbuch.



Dadurch, dass die Kinder individuell abeiten, haben wir den Vorteil, dass die Materialien ausreichen. Bei Gleichschrittigkeit hätte ich da ein großes Problem, da ich nicht 29 Schüttelboxen etc. in der Klasse zur Verfügung habe.

Es wird aber auch Zeit, dass wir uns zu regelmäßigen Rechenkonferenzen treffen. Ich denke, das werde ich nächste Woche initiieren.
Dabei geht es darum, dass die Kinder nicht einfach nur für sich alleine in ihren Heften arbeiten, sondern gemeinsam Ihre Arbeit verbalisieren und reflektieren.

Reflektiert haben wir auch wieder in der Klassenratsstunde und da gab es diesmal sehr viel Gesprächsstoff:



Sehr schön war, dass einige Kinder ihre Probleme schon selbstständig gelöst hatten und nun im Kreis davon berichteten, wie sie vorgegangen waren.
Weniger schön ist die Tatsache, dass es immer wieder dieselben Kinder sind, die Streitigkeiten auslösen.
Auch darüber haben wir gestern lange gesprochen und gemeinsam überlegt, wie wir vorgehen wollen.
Die meisten Kinder schlugen ganz gnadenlos "Pausenverbot bis in alle Ewigkeit" vor.
Einigen konnten wir uns dann aber darauf, dass die Streitverursacher lernen müssen, friedlich mit allen anderen Kindern umzugehen und im Falle von Streit eine Art "Wiedergutmachung" zu leisten.

Als Fazit nach den vier Wochen nehme ich mit, dass ich das große Glück habe, eine tolle Lerngruppe "bekommen" zu haben. Die Kinder haben in den ersten Schulwochen derart viel gelernt, dass ich wirklich sehr zufrieden bin.
Vieles von dem, was sie gelernt haben, lässt sich aber nicht in Heften oder an Buchstaben oder Zahlen ablesen.

Insbesondere der selbstständige Umgang mit den Materialien und das eigenständige Arbeiten funktionieren schon sehr sehr gut.
Unser Timer und der Zeitwächter sind fester Bestandteil des Unterrichtalltages und die Kinder hatten keine Mühe, diese neuen Regelungen anzunehmen.

Die festen Strukturen, die unsere Schulwoche begleiten, zwingen mich zu einer entsprechenden Vorbereitung. Das ist positiv, da ich zwischen Schulleitung und Klassenleitung manchmal einen ganz schönen Spagat machen muss.

Nach wie vor schaffe ich aber hin und wieder nicht alles, was ich mir so vorgenommen habe. Das schöne Wetter zum Beispiel wäre ideal für einen Herbstspaziergang gewesen, aber diesen habe ich irgendwie von Tag zu Tag verschoben und nun ist zumindest das Wetter nicht mehr wirklich schön.

Überdacht habe ich die Hausaufgabensituation, aber die ist einen eigenen Eintrag wert.

Nickname 08.10.2011, 07.34 | (3/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Heute in der Frühstückspause

Kind zu mir:

"Frau Schäfer, was hast du denn für einen Beruf?"

Anderes Kind wirft ein:

"Ich glaube, Frau Schäfer geht nicht arbeiten!"

Ich:

"Aber ich bin doch eure Lehrerin!"

Kind 1 zweifelnd:

"Soll das ein Beruf sein?"


Nickname 06.10.2011, 18.23 | (15/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: O-Töne

Arbeit in der Herbstwerkstatt

Entspannter kann man nicht arbeiten. Unabhängig von der Klassenstufe merke ich immer wieder, dass die Werkstattarbeit in den meisten Klassen die Arbeitsform ist, die wirklich immer funktioniert und mir als Lehrkraft ganz viel Zeit für die Kinder gibt.







Sobald die Abläufe und Regeln einmal klar sind, kann man sich im Hintergrund halten und zu den Kindern gehen, die um Hilfe bitten.
Oder die Zeit zum Beobachten nutzen und Eindrücke von den Kindern und der Klasse sammeln, um diese später in die weitere Unterrichtsarbeit einfließen zu lassen.





Die Kinder arbeiten sehr motiviert und mittlerweile gibt es auch keine: "Frau Schäfer, ich bin fertig!" Rufe mehr.





Heute habe ich allerdings - nach einem kleinen Pipimalheur - vergessen, das Helfersystem einzuführen.
Sehr ärgerlich, denn es wäre ein guter Zeitpunkt gewesen.

Aber auch morgen ist noch ein Tag..




Im Stuhlkreis haben wir uns heute Eicheln, Kastanien und Mais angeschaut:








Übrigens haben wir nun feste Sitzplätze im Kreis. Ich habe kleine laminierte Namensschilder aufgeklebt, da sich bei einigen Kinder die unschöne Art entwickelt hat, mit Ellbogen im Plätze zu kämpfen und zu rangeln.

So weiß jeder wo sein Platz ist und die Rangeleien haben sofort aufgehört.
Neben der Werkstattarbeit haben wir auch heute wieder Lautieren und Rechnen geübt.
Außerdem habe ich die Einladungen für Montag verteilt, für ein kleines "Oktoberfest" am Nachmittag.

Ich kann kaum glauben, dass die Woche morgen schon wieder herum ist. Die Zeit mit einem ersten Schuljahr scheint zu verfliegen....

Nickname 06.10.2011, 18.16 | (6/0) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Zwei Stunden

Zwei Stunden sind zu kurz. Zu kurz, um all das zu schaffen, was ich schaffen wollte und was die Kinder sich gewünscht hatten.
Noichmal rasch auf die Pferderennbahn oder den Schubidua Tanz - das haben wir heute  nicht geschafft.

Der Morgen begann - natürlich nach unserer Begrüßung versteht sich - mit neuem Freiarbeitsmaterial und Zauberstiften.



Nach Anlauten zu schreiben gelang so gut wie allen Kindern. Einige nutzen die Anlauttabelle, andere benötigen sie für diese Übung nicht mehr unbedingt.



Jeden Tag üben wir die Buchstaben und Laute, das Lesen und Schreiben und das Allerallerschwierigste ist einfach das Lesen...



Die Buchstaben zum Klingen bringen und zusammenzuschleifen. Heute haben wir das sehr intensiv geübt.

Viele Kinder lautieren nicht, was das Lesenlernen deutlich erschwert. Sie benennen die Buchstaben nach wie vor mit EM für M oder Be für B.
So haben sie es offensichtlich gelernt und es fällt sehr schwer, nun wieder umzulernen. Obwohl wir das regelmäßig jeden Tag trainieren, ist das lautierende Sprechen eine große Hürde.

Aber natürlich geben wir nicht auf und werden gemeinsam diese Hürde bezwingen.

Da heute Mittwoch ist, ist Vorlesetag.



Heute haben wir uns mit Tillie und einer geheimnisvollen Mauer beschäftigt.
Was mag nur auf der anderen Seite der Mauer sein?

Die Kinder hatten wunderbare Ideen, die sie später im Sitzkreis präsentierten:






Es blieb nun noch Zeit, um die neuen Hausaufgaben zu erklären und natürlich zu notieren. Heute ging das bereits sehr viel müheloser als gestern.
Leider blieb nicht einmal die Zeit, um die gestrigen Hausaufgaben abzustempeln. Das geht eigentlich gar nicht, denn die Würdigung der Hausaufgaben ist mit das wichtigste an diesen Übungen.

Morgen müssen also zwei Hausaufgaben nachgeschaut werden.

Zwischen all dem Lernen verbringen wir auch Zeit mit alltäglichen Organisationen. Das Fotogeld wird eingesammelt und mit einem Male liegt Kakaogeld auf dem Pult, das niemand dort hingelegt haben mag.
Zu spät kommende Schüler und ratlose Eltern brauchen auch die ein oder andere Minute und manchmal wird auch versehentlich der Kakao in der ganzen Klasse verschüttet.

Alles Dinge, die geschehen, die dazugehören und die Zeit kosten.

Und manchmal, ja manchmal ist es einfach auch zu reizvoll noch schnell vom gestrigen Spielenachmittag mit der Freundin zu berichten oder schnell noch Freundebücher auszutauschen....




Nickname 05.10.2011, 15.06 | (18/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Einführung der ersten Werkstatt

Unsere Ampelphase ist nun zuende und alle Kinder kommen seit heute nach dem selben Stundenplan in die Schule.
Das bedeutet für die Kinder mehr Unterricht, weitere Unterrichtsfächer und längere Schulzeiten.
Der schonende Übergang in den ersten drei Wochen hat uns allen sehr gut getan, so dass wir heute direkt mit etwas Neuem beginnen konnten.

Vor Unterrichtsbeginn hatte ich eine kleine Werkstatt mit 12 Stationen aufgebaut:









Passend zu unserem immer gerne umlagerten Jahreszeitentisch:





Vor der Einführung trafen wir uns jedoch im Stuhlkreis, um vom langen Wochenende zu erzählen. Auch hier hatte sich seit Freitag doch noch einmal etwas verändert.
Mit fünf Kindern pro Bank waren die Bänke einfach zu voll.
Ich habe heute morgen spontan eine weitere Bank in den Kreis integriert, damit die Kinder nun größtenteils nur noch zu viert auf den Bänken sitzen.
Das ist wesentlich angenehmer und es lässt sich besser zuhören und mitarbeiten, wenn man nicht rechts und links die Ellbogen der Sitznachbarn in den Rippen spürt.







Die Werkstattarbeit habe ich nur sehr kurz erläutert. Jedes Kind erhielt ein Epochenheft in Übergröße, so dass man wunderbar viel Platz zum Zeichnen, Schreiben, Malen und einkleben hat.

Der Stationspass wurde vorgestellt und seine Funktion erklärt. Da 12 Aufgaben sehr übersichtlich sind, haben wir in einem Rundgang die einzelnen Aufgaben kurz vorgestellt.
Begonnen haben heute alle mit dem Deckblatt.




Anschließend wählte sich jedes Kind andere Aufgaben aus der Werkstatt aus, um diese zu bearbeiten.
Wichtigste Regel hierbei: Erst eine Aufgabe beenden, ehe eine neue begonnen wird!




Während einige Kinder das Wahrnehmungspuzzle bearbeiteten, malten andere ein Mandala aus:




Sehr beliebt waren die Fehlerbilder:




Aber auch die Vogelscheuche wurde von einigen Kindern bereits bearbeitet und diese Kinder befanden: "Das ist super voll schwer!"







Rubbelbilder wurden erstellt:





Und auch die ganz schwierigen Aufgaben wurden schon bearbeitet:






Alles in allem funktionierte die Werkstattarbeit ganz prima. Das Helfersystem führe ich morgen ein, wenn einige Kinder sich mit bestimmten Aufgaben schon sehr gut auskennen.

Heute haben wir uns dafür aber noch näher mit dem Apfel beschäftigt:






Wir schnitten Äpfel auf unterschiedliche Weise auf und durch und betrachteten die entstandenen Hälften und Stücke sehr genau.

Gleichzeitig waren die Äpfel auch unser "Experiment der Woche", denn wir beobachteten, wie sich die Oberfläche mit ohne Zitronentränkung verfärbte oder eben nicht.

Natürlich fand das alles auch Eingang in unser Herbstheft:




Aber es blieb auch Zeit für viele andere Fächer und Arbeiten. So ein Schulvormittag ist eben doch ganz schön lang...



Einige Kinder hatten das Schneckenheft schon in der vergangenen Woche beendet und arbeiten nun schon an/in einer Fortsetzung.

Andere arbeiteten im Diagnostik Heft von Flex und Flo. Viele Seiten in diesem Heft müssen beobachtet von dem Lehrer bearbeitet werden, so dass ich ganz froh darüber bin, dass alle Kinder unterschiedliche Seiten bearbeiten, denn bei jedem gleichzeitig zu helfen und zu beobachten würde mich vor ein logistisches Problem stellen.




Ja und dann kam die Sache mit den Hausaufgaben. Für die ersten drei Wochen gab es eine bequeme Mappe und jeder wusste, darin muss ich zwei Seiten am Tag bearbeiten.
Und nun?

Heute haben wir gelernt, Hausaufgaben in einem Hausaufgabenheft zu notieren und das war .................... a n s t r e n g e n d.

Aber ich berichte lieber von Anfang an.
Der blaue Schnellhefter sollte geholt werden und das war keine klare und eindeutige Arbeitsanweisung, so dass Tumulte ausbrachen.

Die einen schauten in ihre Eigentumsfächer, andere schütteten direkt mal den ganzen Tornister aus, wieder andere begannen unter ihren Tischen zu wühlen.

Das hat man davon, wenn man nicht auf die genau Wortwahl achtet im ersten Schuljahr.
Ich war nahezu erschlagen und schaute mir das ganze Spektakel eine kleine Weile an, ehe ich auf meinen Stuhl sank und ermattet darüber nachdachte, wie die Situation noch zu retten war.

Es war laut, es war wuselig und es herrschte Chaos.
Unseren Dreiklang hätte in diesem Tumult niemand gehört, schreien wollte ich nicht, um das Getöse zu übertönen, also saß ich einfach nur da und dachte:

Irgendwann wird das schon wieder!
Und siehe da: Es wurde.
Es wurde leiser, ruhiger und das Chaos löste sich auf - irgendwann.

Die ersten Kinder wiesen andere darauf hin, dass sie doch bitter leiser werden mögen und das funktionierte.

"Frau Schäfer, bist du krank? ", fragte mich ein Kind und  antwortetet verwundert: "Nein, warum?"

"Du hast zum ersten Mal auf deinem Stuhl gesessen!"

Ich saß also zum ersten Mal auf meinem Stuhl und veranschaulichte das Abheften eines Arbeitsblattes in die blaue Mappe.
Das funktionierte gut, sofern die Mappe vorhanden war.
Mappenlose Kinder verstauten die Blätter in der Postmappe.

Natürlich besprachen wir das Blatt vorher und was es darauf zu tun gab.

Nun begann jedoch der eigentliche schwierige Teil.
Das Eintragen der Hausaufgaben in das Hausaufgabenheft.

Aber Ende sah es bei (fast) allen dann so aus:






Ein blauer Punkt für die blaue Mappe und das Datum von heute.
Nun wäre es spannend zu wissen, wie die Kinder damit zu Hause umgehen....

Ich für mich habe beschlossen, dass es ab Montag Wochenhausaufgaben gibt. Das erscheint mir die entspannteste Methode mit Hausaufgaben umzugehen.
Doch dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

Jetzt stürze ich mich in die Planungen für unser "Oktoberfest" am kommenden Montag. Die erste Überraschung für die Kinder kam heute bereits in einem großen Paket bei mir an.
Aber: "Psssst!" Hier wird noch nichts verraten!








Nickname 04.10.2011, 15.57 | (18/4) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Der zweite Klassenrat

Gestern war ich sehr überrascht.
Ich wusste von genau zwei Kindern, dass sie sich im Laufe der Woche in das Klassenratsbuch eingetragen hatten.
Darüber freute ich mich, denn ehrlicherweise muss ich zugestehen, dass ich vermutete, die Kinder würden das Buch eher vergessen und mit ihren Problemen sofort zu mir kommen.
Dem war nicht so.
Nachdem der gestrige Klassenrat eröffnet worden war, entdeckten wir acht Einträge in unserem Klassenratsbuch.
Die Kinder, die sich eingetragen hatten bekamen nacheinander Redezeit und der Name im Buch wurde erst dann durchgestrichen, wenn eine akzeptable Lösung für das Problem gefunden worden war.

Das klappte hervorragend und obwohl es recht lange dauerte, waren alle Kinder sehr aufmerksam und viele brachten sich schon sehr produktiv ein.

Die Kinder erinnerten sich alle noch sehr gut daran, was sie zu ihrem Eintrag gebracht hatte und schilderten die entsprechenen Situationen sehr anschaulich.

Nun fiel jedoch auch anderen Kindern ein, dass sie auch noch etwas im Klassenrat zu besprechen hatten. Ähnliche Situationen und Probleme.

Wi befanden aber gemeinsam, dass die abgesprochene Regel: Redezeit nur für eingetragene Kinder nun auch gelten soll.

In der gestrigen Sitzung stellten wir noch einmal heraus, wo und wie man sich Hilfe holen kann, wenn man in der Pause von anderen Kindern bedrängt oder geärgert wird und wie Kinder, die jemanden geärgert haben, sich im Anschluss daran denn wohl am besten verhalten sollen.

Diese Klassenratstunde wirkt sich sehr positiv auf die Gemeinschaft aus und ich bin recht froh, dass ich den Klassenrat schon so früh im Schuljahr eingeführt habe.

Ich denke bis zu den Weihnachtsferien lassen wir ihn in dieser Form so weiterlaufen und anschließend bleibt zu überlegen, wann man Erweiterungen und in welcher Art man Erweiterungen einführen kann.


Nickname 01.10.2011, 07.20 | (3/1) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

Numerische Stangen


Gestern galt letztmalig unser "Ampelplan" und ich nutzte die Zeit in beiden kleinen Gruppen, die Kinder mit den großen numerischen Stangen vertraut werden zu lassen.



Das Wunderbare an dem Material ist ja der hohe Aufforderungscharakter für die Kinder und das Ermöglichen von selbstständig zu entdeckenden Strukturen und Zusammenhängen.

In der ersten Gruppe lagen die Stangen und Ziffernplättchen einfach noch so auf dem Boden. In der zweiten Gruppe hatten wir bereits die Sitzordnung geändert und nun aus zwei Bänken einen "Tisch" in unseren Kreis gestellt:



Ich musste im Grunde nichts zu dem Material sagen, die Kinder entdeckten sofort selber:

"Man kann das wie eine Treppe legen und dann jede Stange hat einen weniger!"

Die Kinder ordneten und sortierten selber, legten die Ziffernkärtchen zwar anders als ursprünglich vorgesehen vor die Stangen, aber das erschien mir in keinster Weise "verbesserungswürdig", da offensichtlich alle Kinder wussten, was gemeint war und wie die Strukturen zusammenhängen.








"Man kann auch sehen, dass die 4 ja auch größer ist als die 3."

"Und die 4 passt zweimal in die 8."




Plusaufgaben wurden gebildet und verbalisiert und es war spannend zu hören, wie die Kinder mathematische Zusammenhänge in ihren eigenen Worten zum Ausdruck brachten.



Im Anschluss an die gemeinsame Arbeit im Sitzkreis wurden die Stangen in das Zahlenheft gezeichnet.






Zur Weiterarbeit mit den numerischen Stangen habe ich mehrere Sätze kleiner Stangen bestellt, die die Kinder dann vor sich auf dem Tisch nutzen können.

Das Schöne an dem Material ist ja auch, dass viele unterschiedliche mathematische Aspekte angesprochen werden.

Der Ordinalzahlaspekt, in dem die Kinder die Stellung einer numerischen Stange innerhalb der gesamten Reihe benennen.
Ebenso der Kardinalzahlaspekt, da die Mächtigkeit der Menge aufgegriffen und in einen sinnvollen und nachvollziehbaren Zusammenhang gestellt wird.
Indem man sieht, dass sich die vier zweimal unter die acht legen lässt, kommt der Operatoraspekt zum Tragen.
Eine Stange bildet aber auch das Ergebnis von zwei nebeneinandergelegten Stangen, da bemerkt man den Rechenzahlaspekt und letztlich lassen sich mit den numerischen Stangen auch erste Messungen durchführen, so dass der Maßzahlaspekt die Kinder erkennen können, dass eine Zahl als Maßzahl für eine Größe dienen kann.

Und das alles lässt sich auf motivierende Weise für die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Nickname 30.09.2011, 06.59 | (3/2) Kommentare (RSS) | PL | einsortiert in: im 1. Schuljahr

RSS 2.0 RDF 1.0 Atom 0.3
Pinguin-Klasse
Suchmaschine
Es wird in allen
Einträgen gesucht.

Termine:
  
 
Montag, 03.09.2012
Klassenpflegschaft
19.30 Uhr
im Klassenraum